FDP sicher: Lippesee über Fördertöpfe finanzierbar

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Die Planungen für einen Lippesee holt die FDP pünktlich zur Kommunalwahl wieder aus der Schublade.

HAMM - Der Lippesee ist finanziell machbar: Das sagt zumindest die FDP. Entsprechende Fördertöpfe seien zugänglich, die Stadt müsse sich nur dafür entscheiden, den See umzusetzen, verkündete der Kreisverbands-Chef Ingo Müller jüngst via Pressemitteilung.

Von Alexander Schäfer

Die Liberalen gehen davon aus, dass über EU und Land jeweils mehrere Millionen Euro beantragt werden können. 2006 standen laut FDP knapp 32 Millionen Euro zur Verfügung. Auf Nachfrage unserer Zeitung konnte Müller auch mögliche Fördertöpfe konkret benennen, allerdings blieben wichtige Fragen unbeantwortet: Wieviel Geld steht bereit? Wieviel Geld kann beantragt werden? Wie wahrscheinlich ist eine Zusage?

Ideen gesucht

Alle an der Gestaltung des Lippesees Interessierten lädt die FDP für Donnerstag, 3. April, 19 Uhr, zu einer Veranstaltung ins HSV-Casino ein. Dieser Abend soll dem Austausch von Ideen zur Entwicklung des Sees dienen. Anmeldungen werden unter info@fdp-hamm.de entgegengenommen.

Diese Fragen müssten die Fachleute der Stadtverwaltung klären, so Müller im Gespräch mit dem WA. Einen entsprechenden Auftrag in Form eines Antrages im Rat werde man vor der Kommunalwahl am 25. Mai aber nicht mehr formulieren. Das verwundert nicht, macht die FDP doch ganz offensiv mit dem See Wahlkampf und verknüpft ihr Schicksal mit dem des Sees („Wer den See will, muss FDP wählen“).

Bei der eigenen Recherche habe man folgende „potenzielle Fördertöpfe“ ausgemacht: So sei ein Ziel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung die „Unterstützung der Sanierung und wirtschaftlichen Belebung benachteiligter städtischer und ländlicher Gemeinschaften und Gebiete“. Zudem gebe es das operationelle Programm NRW für die Jahre 2014 bis 2020. „Soziale und wirtschaftliche Revitalisierung von Städten und Quartieren“ und die „ökologische Revitalisierung von Städten und Stadt-Umlandgebieten“ lauten hier die Maßgaben, die die Liberalen mit dem See für Hamm erreichen wollen und die für sie mit einem See übereinstimmen.

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„Nach unserer Überzeugung ist ein Fördermittel-Mix möglich“, meint Müller. Grundlage sei eine Machbarkeitsstudie als integriertes Handlungskonzept. Das bedeutet aber, dass die Stadt erstmal wieder eigenes Geld für Planungen in die Hand nehmen muss. Einen entsprechenden Antrag wollen die Liberalen zu den Haushaltsplanberatungen 2015/16 einbringen. 2017 wollen die Liberalen dann über den See abstimmen lassen. Sollte der See von den Bürgern wie schon 2006 abgelehnt werden, hätte die Stadt erneut Planungkosten für nichts versenkt. Damals waren es knapp 1,5 Millionen Euro.

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