Für internationalen Preis nominiert

New Yorker begeistern sich für Hammer Lippepark

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Das Haldenzeichen im Hammer Lippepark.

Hamm/New York - Der Lippepark ist für einen internationalen Städtebaupreis nominiert. Der erstmals verliehene „Engaged Cities Award“ wird an 16. Mai in New York verliehen und ist mit 100.000 Dollar dotiert. Ausgezeichnet werden Projekt mit besonderer Bürgerbeteiligung.

Hamm ist mit dem Lippepark einer von zehn Finalisten des internationalen Städtebauwettbewerbs „Engaged Cities Award“. Die Auszeichnung gilt Projekten mit Bürgerbeteiligung und wird erstmals am 16. Mai in New York verliehen. Dahinter steht die Stiftung „Cities for Service“, die der frühere New Yorker Bürgermeister Michael R. Bloomberg ins Leben gerufen hatte.

Mit Hamm konkurrieren in der Finalrunde Bologna, Boston, Fort Collins (Colorado), Helsinki, Huntington (West Virginia), Mexiko Stadt, San José (Kalifornien), Santiago de Cali (Kolumbien) und Tulsa (Oklahoma). Der Erstplatzierte erhält 100.000 Dollar, die Zwei- und Drittplatzierten jeweils 50.000 Dollar. Insgesamt hatten sich 120 Städte aus Europa und Nordamerika beworben. Der 2012 eingeweihte Lippepark war in den Osterferien von einer New Yorker Stiftungs-Delegation in Augenschein genommen worden.

Der Ort der interreligiösen Begegnung im Lippepark hat die Delegation aus New York besonders beeindruckt.

Im Wettbewerb geht es weniger um den Park selbst als um die Bürgerbeteiligung in der Planungsphase. In zahlreichen Veranstaltungen und Workshops habe man die Bürger mit ins Boot geholt, sagte Stadtbaurätin Rita Schulze Böing. So habe man gemeinsam einen Ort geschaffen, mit dem sich alle Einwohner identifizieren können und der Angebote für alle Altersklassen biete.

Aufmerksam auf den Wettbewerb geworden sei man durch einen Hinweis der Bertelsmann-Stiftung, sagte Katja Meusel, die im Stadtplanungsamt für Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit der Lippepark-Planung zuständig war. Nachdem man das Projekt online vorgestellt habe, seien Stiftungs-Direktorin Myung J. Lee und Kommunikations-Chefin Karen Dahl kurzfristig angereist.

Fest der Kulturen im Herringer Lippepark

In dem über die Ostertage durchaus belebten Lippepark habe es Gespräche mit Akteuren der Bürgerbeteiligung geben, so Meusel weiter. Stationen waren das Haldenzeichen, der Ort der interreligiösen Begegnung, das Haus der Jugend und das ehemalige Bergwerk Heinrich Robert. „Wir haben viel über die Abläufe zur Gestaltung des Lippeparks gelernt“, sagte Dahl in Anschluss an den Besuch. „Wir sind sehr beeindruckt, wie sich die Einwohner Hamms bei der Gestaltung eingebracht haben.“

Die Projektdauer von fünf Jahren sei den Besucherinnen ebenso ungewöhnlich erschienen wie die weitreichende Einbeziehung des Beirates in Entscheidungsprozesse, sagte Meusel. Sie fährt mit Schulze Böing und Amtsleiter Heinz-Martin Muhle zur Preisverleihung nach New York. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann ist verhindert; er äußerte sich aber sehr erfreut über die Finalteilnahme.

Ob Michael Bloomberg Hamm schließlich als Sieger ausrufen wird, sei gar nicht so wichtig, sagte Meusel. Unter den letzten zehn zu sein, sei schon eine Auszeichnung. „Wir sind stolz. Und die Bürger können es auch sein.“

 

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