Lippeparkfest soll Treibkraft für "kleinen Grenzverkehr" sein

+
Hier geht es zum Lippepark. Doch niemand weiß es, weil Hinweisschilder und Übersichtspläne fehlen.

Bockum-Hövel - Das zweite Lippeparkfest wird am 2. September stattfinden. Auch Bockum-Hövel, in dem ein großer Teil des stadtbezirksübergreifenden Lippeparkes liegt, wird sich daran beteiligen. „Zentraler Ort des Festes sollten die beiden Brücken sein", meint Werner Reumke.

Insbesondere der Aktionskreis Bockum-Hövel Plus erarbeitet derzeit ein Programm, um die Event-Insel Radrennbahn zu bespielen. „Das reicht bei Weitem nicht aus“, so Reumke, Initiator des Luther-Viertels und wohnhaft in Bockum-Hövel. Von den Brücken als zentralem Veranstaltungsort müsste ein Kulturpfad die Besucher bis zum Radbod-Gelände und zur Radrennbahn führen, um auch den Herringern etwas in Bockum-Hövel zu bieten.

Noch immer erfährt niemand an den Bockum-Höveler Zugängen des Lippeparkes, dass es sich hier um ein Vorzeigeprojekt der Stadt Hamm handelt. Nicht einmal am größten Zugang von der Straße An den Fördertürmen weist etwas darauf hin. Ebenso fehlt eine Beschilderung der Wege. Das wird vorerst auch so bleiben. „Ein feststehendes Konzept mit konkreter Anzahl und Standpunkten der Schilder gibt es noch nicht. Klar ist aber, dass die Halde Radbod, die Trainingsstrecke an den Fördertürmen, der Bahnübergang und der Lippepark als verschiedene Standorte in die Beschilderung einbezogen werden. Geplant ist auf jeden Fall, einen oder mehrere Übersichtspläne zu installieren und so einen Überblick zu verschaffen“, teilt Stadtsprecher Lukas Huster dazu auf Anfrage mit.

„Das ist für Spaziergänger äußerst unbefriedigend“, sagt Reumke dazu. Er bemerke immer wieder, dass der Bockum-Höveler Teil des Lippeparkes sehr wenig genutzt werde, und wenn, dann vor allem von Spaziergängern mit Hund. Auf der Herringer Seite sei doch wesentlich mehr los. „Wenn man will, dass der Park eine Einheit wird und dass die Stadtbezirke sich aufeinander zubewegen, gibt es in Bockum-Hövel noch sehr viel Nachholbedarf“, so Reumke.

Nach seiner Ansicht sollte das Lippeparkfest dazu genutzt werden, den „kleinen Grenzverkehr“ auf Dauer zu beleben und die Brücken als verbindende Elemente ins Bewusstsein zu heben. Dort müsste daher das zentrale Ereignis stattfinden. Ein Ponton oder Schiff als Bühne auf dem Wasser für Konzerte und Theateraufführungen und die Brücken als Tribüne, ist sein Vorschlag. Die Werner Bahn müsste mit einbezogen werden. Die Hammer Eisenbahnfreunde könnten das Lippeparkfest mit einem Zug beleben. Zudem läuft die Römer-Lippe-Fahrradroute mitten durch den Park. Auch sie müsste eingebunden werden. Für den Weg zwischen Brücken und Radbod schlägt er Nischen mit Kulturdarbietungen, Straßenmusik und „bewegliche Kultur“ vor. Wichtig aus Reumkes Sicht ist es zudem, ganz bewusst die türkischen Mitbürger einzubeziehen. „Denn was wäre der Bergbau ohne sie?“, fragt er.

 Das Lippeparkfest könne zu einem Kristallisationspunkt werden, um die Menschen der beiden Stadtbezirke Bockum-Hövel und Herringen aber auch darüber hinaus zusammenzuführen. Doch für die Planung eilt es, meint Reumke. „Sonst sind die Pflöcke eingeschlagen.“ Zum nächsten Treffen zur Planung des Lippeparkfestes lädt der Aktionskreis Bockum-Hövel Plus am Donnerstag, 12. April um 19 Uhr wieder in die Heimatstube im Bürgeramt ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare