Lippefähre mit Kameras überwacht

„Lupia“ als Versuchsballon mit strengen Regeln: Ob das gut geht?

Ab sofort im Einsatz: die Lippefähre Lupia in Hamm.
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Ab sofort wieder im Einsatz: die Lippefähre Lupia.

In Hamm wird die Lippefähre „Lupia“ am heutigen Dienstag erstmals nach rund anderthalb Jahren Corona-Pause wieder in Betrieb genommen. Ob das funktioniert oder scheitert, liegt allein an den Nutzern.

Hamm – Ob die beliebte Lupia, die Passagiere auf Höhe von Schloss Oberwerries per Muskelkraft über die Lippe befördert, dauerhaft genutzt werden kann, haben die Nutzer selbst in der Hand. Gestartet wird der Betrieb nämlich zunächst mit einer Testphase.

Diese Testphase „ist aber nicht auf eine bestimmte Zeit ausgelegt“, erklärt Anne-Kathrin Lappe vom Lippeverband. Konkret heißt das, dass der Lippeverband die „Lupia“ und die Frage im Blick hat, ob vor Ort alles reibungslos klappt oder ob es zu Schwierigkeiten kommt. Denn dauerhaft wird die Lippefähre nur dann in Betrieb bleiben, wenn sich alle Nutzer an die Regeln halten:

Das sind die Regeln für die Lupia 2021:

Sollte es vor den Anlegepunkten zu Warteschlangen kommen, müssen die Nutzer Abstand zueinander halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Für die Fahrt selbst gilt, dass nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig die Fähre nutzen dürfen – auch hier ist der Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Einzige Ausnahme bei der Zwei-Personen-Regel: Eltern mit Kleinkindern.

Auch wenn vor Ort niemand die Einhaltung der Regeln kontrolliert, so hat der Lippeverband dennoch ein wachsames Auge darauf – und dem wird ein Fehlverhalten nicht entgehen. Denn: Die „Lupia“ wird videoüberwacht. Der Lippeverband kann also ganz genau sehen, ob sich die Leute an die Regeln halten oder nicht – und dann gegebenenfalls Konsequenzen ziehen.

Lupia in Corona-Zeiten: Appell an die Vernunft

Im Sinne aller richtet die Sprecherin des Lippeverbandes deshalb einen Appell an die Nutzer: „Ich appelliere an die Vernunft“, sagt Anne-Kathrin Lappe und hofft darauf, dass dies auch beherzigt wird. Ebenfalls einen Einfluss auf ein vorzeitiges Saisonende für die „Lupia“ könnte allerdings auch die Corona-Situation haben. Denn sollte die sich weiter verschärfen, könnte der Betrieb der Lippefähre ebenfalls frühzeitig eingestellt werden. Geplant ist die Nutzung aber bis zum Saisonende im Oktober.

Keine Sorgen zu machen brauchen sich die Nutzer hinsichtlich einer Übertragung des Coronavirus durch die „Lupia“. Denn die hatte, wie bereits berichtet, an allen Kontaktbereichen einen antimikrobiellen Oberflächenschutz erhalten.

Taufe der Lippefähre Lupia nahe Schloß Oberwerries

Taufe der Lippefähre Lupia nahe Schloß Oberwerries

Lupia in Corona-Zeiten: Abends wird abgeschlossen

Damit die bereits vor einigen Tagen am Einsatzort zu Wasser gelassene „Lupia“ ab heute benutzt werden kann, hat der Lippeverband am Montag eine neue Ausschilderung aufgestellt. Diese weist einerseits auf die geltenden Corona-Regeln vor Ort hin und zeigt andererseits auch eine Umleitung an. „So lässt sich individuell entscheiden, ob man Wartezeit in Kauf nimmt oder eine andere Route über die Lippe wählt“, erklärt die Sprecherin des Lippeverbandes.

Ebenfalls in Betrieb genommen werden unterdessen auch die beiden weiteren Lippefähren in Haltern am See und in Dorsten. Wie die „Lupia“ in Hamm sind auch sie Bestandteil der Römer-Lippe-Radroute. Anders als in Hamm, werden die Fähren in Dorsten und Haltern am See übrigens abends nicht abgeschlossen. Die Hammer „Lupia“ ist täglich von 7 bis 20 Uhr in Betrieb.

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