Interview

Lippe-Carrée-Immobilie wechselt Besitzer - viele Fragen bleiben offen

Lippecarree Einkaufszentrum am Herringer Markt Herringen Hamm
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Eigentümerwechsel: Die Holland Immo Group hat den 2013 errichteten Komplex an der Dortmunder Straße (unten) verkauft. Nicht davon betroffen ist das kleinere, im Sommer 2019 eröffnete Fachmarktzentrum der Firma Denninghaus (Bild oben in der Mitte).

Die Ladenzeile südlich der Dortmunder Straße im Lippe-Carrée hat einen neuen Eigentümer. Welche Auswirkungen hat das für die Kunden? Und warum der Verkauf? Im Interview mit dem neuen Immobilienverwalter bleiben viele Fragen offen.

Herringen – Die Holland Immo Group hat ihr Portfolio an den deutschen Investmentmanager GPEP verkauft. Betroffen ist der Bereich von Edeka Weber bis Volksbank. Für die Kunden vor Ort soll sich dadurch aber zunächst einmal nichts ändern. Nicht vom Verkauf betroffen ist die Ladenzeile mit kik und dem Drogeriemarkt dm. Vermieter hier ist weiterhin die Firma Denninghaus. Der Investmentmanager GPEP – Global Property Exclusive Partners – mit Sitz in Frankfurt hat sich den Fragen unserer Zeitung gestellt.

Was sind die Gründe für den Erwerb der Immobilien im Lippe-Carrée und seit wann standen Sie mit der Immo Group in Verhandlungen?

Das Lippe-Carrée ist Bestandteil eines Portfolios, welches wir für einen unserer Kunden, einen institutionellen Investor, erworben haben. Wir werden diese Immobilien auch für unseren Investor verwalten. Über die Verhandlungsdauer mit der Immo Group und andere Details zur Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Sind in den kommenden Monaten Investitionen in die vermieteten Objekte – Edeka Weber, Imbiss, Ernstings family, Aldi, NKD und Volksbank – geplant?

Zu kommenden Investitionen können wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts genaues bekannt geben. Im Zuge von Budgetplanungen werden gemeinsam mit unserem Investor diese Entscheidungen getroffen, erst dann ist es uns möglich, Informationen zu geben. Investitionen, die notwendig sind, um die Funktionsfähigkeit der Liegenschaft zu sichern, werden bei Bedarf aber zeitnah erfolgen.

Das Lippe-Carrée

Nach rund neun Monaten Bauzeit zog am 14. März 2013 mit dem Combi-Verbrauchermarkt das erste Geschäft in das neue Geschäftszentrum im Lippe-Carrée südlich der Dortmunder Straße ein. Bis zum Sommer folgten dann noch ein Imbiss, Aldi, ein dm-Drogeriemarkt sowie die Herringer Filiale der Volksbank. Später verkaufte der Investor, die niederländische Firma Ten Brinke, das Objekt an die Holland Immo Group. Insgesamt hatte Ten Brinke zwölf Millionen Euro in den Herringer Standort investiert. Doch nicht nur der Eigentümer wechselte im Laufe der Jahre, sondern auch zwei Mieter. Der Combi-Verbrauchermarkt wich Edeka Weber, der dm-Markt zog in den neuen Denninghaus-Komplex auf der anderen Seite. In die alte dm-Filiale zogen im Sommer 2019 das Bekleidungsgeschäft NKD und Ernstings family.

Bleibt es bei der aktuellen Parkzeitenregelung und werden Sie weiter mit dem seinerzeit von der Immo Group beauftragten Unternehmen Safe Place zusammenarbeiten?

Leider können wir hierzu noch keine Aussage treffen.

Im Ortsteil wird aktuell über die Errichtung von weiteren E-Ladestationen diskutiert. Ist das auch für Ihren Parkplatz im Lippe-Carrée eine Option?

Die Einrichtung von E-Ladestationen war in unseren bisherigen Überlegungen nicht vorgesehen, wir stehen aber einem adäquaten Vorschlag der Energieversorger und Behörden aufgeschlossen gegenüber.

Führen Sie als Vermieter zusammen mit den Mietern an anderen Standorten besondere Aktionen durch? Wäre das auch für den Standort in Hamm-Herringen eine Option?

Aktionen und verkaufsfördernde Maßnahmen werden grundsätzlich von den Mietern übernommen. Aufgrund der sehr guten Bekanntheit dieses Standortes insbesondere durch den Lebensmittelhändler gehen wir davon aus, dass keine besonderen Maßnahmen notwendig werden.

Ist abzusehen, ob es zeitnah neue Mieter im Lippe-Carrée geben wird?

Bei Leerständen steht eine Neuvermietung der Mietflächen für uns immer im Vordergrund. Durch unser gutes Netzwerk zu den Entscheidungsträgern der nationalen Handelsketten gelingt es uns meist sehr schnell, leere Flächen neu zu vermieten.

GPEP

GPEP investiert in Fachmärkte und Fachmarktzentren in Deutschland. Für die Kunden wird mit einem eigenen Team von mehr als 45 Mitarbeitern ein Portfolio mit über 330 Objekten im Wert von rund einer Milliarde Euro mit rund 690.000 Quadratmetern Mietfläche und mehr als 700 Mietern verwaltet.

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