Lippe und Ahse steht das Wasser nicht bis zum Hals

Reich gefüllt ist die Lippe (hier zwischen  Münsterstraße und Bahndamm) derzeit, und doch von einer Warnstufe.
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Reich gefüllt ist die Lippe (hier zwischen  Münsterstraße und Bahndamm) derzeit, und doch von einer Warnstufe.

Allen Unkenrufen zum Trotz steuert Hamm derzeit nicht auf eine Hochwasserphase zu.

Hamm – Die letzten Wochen waren zwar in der gesamten Region niederschlagsreich, aktuell sinken die Pegelstände von Lippe und Ahse aber wieder und bewegen sich im unkritischen Bereich. Nicht erholt haben wird sich hingegen der Grundwasserpegel, der nach den beiden extrem warmen und niederschlagsarmen Jahren 2018 und 2019 auf ein Rekordtief abgesunken war.

Der Lippeverband sprach im September 2019 vom seit mehreren Jahrzehnten niedrigsten Stand. Dessen Experten gehen auch nun davon aus, dass die Niederschläge in diesem Winter nicht ausgereicht haben, um wieder einen Normalstand erreicht haben zu können. Endgültige Ergebnisse wird es hierzu aber erst Ende April – nach Ablauf der üblicherweise regenreichsten Jahresphase – geben, sagte eine Verbandssprecherin.

Der Pegelstand der Lippe lag am Dienstag in Hamm unterhalb jeder Warnstufe bei 3,71 Metern. Das geht aus Daten des Lippeverbandes hervor. Ähnlich sah es bei der Ahse aus. Diese war am Dienstag in Hamm 2,20 Meter tief gefüllt. Mittlerer Hochwasserstand wäre bei 3,20 Metern gegeben. Ende Februar war dieser Wert erstmals seit einem Jahr in Hamm wieder erreicht worden. Das geht aus Datenbanken der Bezirksregierung Arnsberg hervor.

Grundwasserstand akribisch kontrolliert

Der Grundwasserstand wird in Hamm an 613 Messstellen kontrolliert und vom Lippeverband zentral ausgewertet. 250 Messstellen befinden sich im Eigentum des Lippeverbands, 110 gehören der Ruhrkohle AG und 197 der Stadt Hamm. 50 weitere gehören Privatpersonen und sechs dem Land Nordrhein-Westfalen. An den Messstellen wird allein der Pegelstand erfasst, an manchen geschieht das vollautomatisch, an anderen manuell und einmal im Monat.

322 Messpunkte seien regelmäßig in der Auswertung, sagte eine Lippeverbands-Sprecherin.

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