Diskussion neu belebt

Braucht Hamm ein drittes Freibad - zum Beispiel im Lippepark?

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Freibad Süd in Berge

Hamm - Alle Jahre wieder beklagen die Linken in Hamm das unflexible Öffnungsszenario der Freibäder. Statt die Freibäder erst später zu öffnen sollten die Stadtwerke lieber in die Offensive gehen und ein weiteres Freibad bauen, so die Partei. Die FDP hingegen lehnt dies ab.

„Sie sollten aufhören, den Menschen etwas zu versprechen, was nicht finanzierbar ist", richtet Marion Kötters-Wenner, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Hamm, an die Adresse der Linken. „Ein drittes Freibad in Hamm ist weder notwendig, noch ist es bezahlbar." Alisan Sengül, Sprecher der Linken im Rat, sieht das anders: „Die von den Linken vor wenigen Jahren angestoßene Diskussion um ein drittes Freibad habe gezeigt, dass der Bedarf in Hamm groß ist.“

Für die Hammer Partei Die Linke ist die Diskussion über die späten Öffnungszeiten der Hammer Freibäder nichts neues: „Alle Jahre wieder müssen wir Verzögerungen beim Start der Freibadsaison zur Kenntnis nehmen. Die Sonne lacht und die Tore der Freibäder bleiben geschlossen.“ 

Ein Freibad im Lippepark?

Der Lippepark biete perfekte Bedingungen, meinen die Linken.

Die Begründungen seien immer wieder andere, das Resultat bleibe das gleiche: „Die Bürger werden genötigt, Freibäder oder naturnahe Bäder in der Umgebung aufzusuchen. Die Folge: Am Ende der Saison jammert man über niedrige Besucherzahlen und stellt den Betrieb der beiden verbliebenen Freibäder mit diesem hausgemachten Problem infrage”, drückt Alisan Sengül, Sprecher der Linken im Rat, sein Unverständnis für die Geschäftspolitik der Stadtwerke aus. 

Klare Absage an drittes Freibad für Hamm im letzten Jahr

Statt die Freibäder erst später zu öffnen sollten die Stadtwerke lieber in die Offensive gehen und ein weiteres Freibad bauen. Die Linken haben auch schon einen Ort ausgemacht: „Der Lippepark bietet die perfekten Bedingungen, um ein naturnahes Freibad einzurichten. Das wäre eine echte Bereicherung für diese Stadt und ihre Bürger. Auch die Stadtwerke sind hier in der Pflicht, ihren Auftrag zur Erbringung eines Teils der öffentlichen Daseinsvorsorge endlich ernst zu nehmen und nicht weiter dem Stärkungspakt unterzuordnen“, sagt Sengül. 

FDP: Die Mittel sind nicht unbegrenzt

Bis zur Errichtung neuer Freibäder mahnt er die Einführung von Kombitickets an, um die bestehenden Einrichtungen besser mit dem ÖPNV zu verzahnen. Die jugendpolitische Sprecherin der Linken, Berfin Ince, ergänzt: „Freibäder sind wichtig für die Stadtgesellschaft. Sie bieten Freizeitgestaltung, Erholung und soziale Verknüpfung auch für diejenigen, die in den Sommerferien nicht ans Meer fahren können. Doch die jetzige Minimalversorgung in Hamm wird durch das unflexible und wenig kundenorientierte Handeln der Stadtwerke immer unattraktiver.“

Die FDP lehnt die Idee eines weiteren Freibads in Hamm ab. „Natürlich ist ein Freibadbetrieb immer ein Zuschussbetrieb. Trotzdem müssen Zuschüsse auch finanziert werden, und die Mittel sind nun einmal nicht unbegrenzt.“ Kötters-Wenner weiter: „Statt Gelder in Neubau und Erhalt eines dritten Bades zu stecken, sollten die Stadtwerke für den guten Erhalt und die Pflege der bestehenden Bäder sorgen.“ Davon hätten alle Nutzer etwas.

Mehr zu dem Thema:

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