Umstrittene Hammer Einrichtung

Tierheim-Besucher geben Betreibern Rückhalt beim "Tag der offenen Tür"

Viele Besucher – mit und ohne Tiere – kamen zum Tag der offenen Tür ins Tierheim.
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Viele Besucher – mit und ohne Tiere – kamen zum Tag der offenen Tür ins Tierheim.

Hamm - Geht es nach dem Willen von Betreibern und Nutzern des Hammer Tierheims, läuft der Betrieb am Gallberger Weg auch nach dem Auslaufen der aktuellen Genehmigung am 30. Juni 2016 weiter. Das wurde im Rahmen des Tags der offenen Tür am Samstag deutlich.

„Bis März müssen wir einen neuen Antrag stellen. Anfangs wollten wir nicht, jetzt wollen wir aber doch“, erklärte Frank Bierkemper, Vorsitzender des Hammer Tierschutzvereins, der das Tierheim betreibt.

Dass das auch klappt, davon ist er überzeugt. Denn nachdem sowohl die Gebühren für die Pension und die Tiervermittlung sowie die Mitgliedsbeiträge deutlich angehoben wurden, sei die Finanzierung des Tierheims nun auf eine solide Basis gestellt.

„Ferner halten wir jetzt auch den rechtlichen Rahmen ein und nutzen nur noch die genehmigten Auslaufflächen“, so Bierkemper. „Wir haben unsere letzte Chance genutzt“, zeigte sich auch Tierheimleiterin Gerda Bierkemper davon überzeugt, nach 2016 weiterzumachen.

Bestärkt darin sieht sie sich auch durch die große Resonanz am Samstag. „Bis zu 1000 Besucher waren heute hier“, schätzte sie und zeigte sich vor allem von der Spendenbereitschaft der Besucher erfreut.

Tag der Offenen Tür im Tierheim des Tierschutzvereins am Gallberger Weg

Mit ihrer Meinung, dass das Tierheim in seiner jetzigen Form erhalten bleiben soll, sind die Betreiber nicht alleine. Vor allem aufgrund mangelnder Alternativen, wie einige Besucher aufzeigten. So auch Eva Beer. „Für Hamm ist das Tierheim wichtig, weil das Tierasyl nicht die einzige Lösung sein kann“, meinte die Besucherin, die am Samstag mit ihrem Hund Tilly gekommen war.

„Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Tierheim gemacht, habe vor fünf Jahren auch meine Hündin von hier bekommen. Ich bin damals sehr gut über den Hund und die Haltung aufgeklärt worden“, sagte Beer. Das sei anderswo nicht immer der Fall. Den Tag der offenen Tür wollte sie nutzen, um den Mitarbeitern des Tierheims zu zeigen, wie gut sich Tilly entwickelt hat und was aus ihr geworden ist.

„Wenn ich verreise, wüsste ich nicht, wo ich meine drei Hunde hinbringen sollte, wenn nicht hier her“, sagte Friedbert Krahn. „Seit drei Jahren bringe ich sie immer wieder her. Und wenn ich sie abhole, ist es, als wären sie zu Hause gewesen. Die Betreuung hier ist super“, sagte der Hundebesitzer aus dem Kreis Unna, der mit anderen Tierpensionen nicht so zufrieden sei und deshalb bis nach Hamm fahre.

„Es werden zwar viele Fragen gestellt nach den Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate. Aber die Leute sehen keine Alternative zum Tierheim in Hamm“, berichtete Gaby Ley, eine von vielen ehrenamtlichen Helfern des Tierheims, von ihren Eindrücken.

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