Amtsstraße: Kunden vermissen Kurzzeitparkplätze

Diskussion über Parken auf dem Markt flammt wieder auf

Kurzzeitparkplätze weg: An dieser Stelle der Amtsstraße steht den Fußgängern künftig mehr und den Autofahrern weniger Platz zur Verfügung.
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Kurzzeitparkplätze weg: An dieser Stelle der Amtsstraße steht den Fußgängern künftig mehr und den Autofahrern weniger Platz zur Verfügung.

Die Kurzzeitparkplätze an der Amtsstraße gegenüber der Postfiliale fallen im Zuge der Sanierung des Heessener Marktes weg. Das bestätigte Stadtsprecher Lukas Huster – und die Maßnahme sorgt für Diskussionen in den sozialen Netzwerken.

Heessen - Den Aufschlag einer Diskussion in einer Heessener Facebookgruppe macht die fragende Feststellung: „Verschlimmbesserung am Markt? Scheinbar keine Stellplätze mehr an der Haltestelle“ – und dann diskutieren die Heessener über Für und Wider. Einige Nutzer weisen auf die neu entstandenen Parkplätze hinter dem Amtshaus hin und darauf, dass es Kurzzeitparkplätze auf dem neu gestalteten Markt geben wird. Die Gegenposition: Es werde aber weniger Parkplätze auf dem Markt geben.

52 Parkplätze bleiben auf dem Heessener Markt

Das ist korrekt. Zwischen dem Café Di Vinti und der Zufahrt wird es eine Zone mit 52 Parkplätzen geben. Diese werden durch farblich abgesetzte Ecksteine und ein Längsband aus braunem Pflaster aufgeteilt. Zur besseren Befahrung und zum einfacheren Einparken werden „Komfortparkplätze“ in einer Breite von rund 2,80 Metern und einer Länge von 5,40 Metern angeboten. Die Parkfläche kann aber ebenso multifunktional als Markt- und Veranstaltungsfläche genutzt werden.

Im nördlichen Bereich werden künftig keine Parkplätze mehr angeboten. In der Nähe der Zufahrt zum Brokhof sollen zwei Taxiparkplätze und eine Aufstellmöglichkeit für einen Krankentransport die Erreichbarkeit der Arztpraxen verbessern. Die Außengastronomie der neuen Geschäftsbebauung wird in die Platzgestaltung einbezogen, so dass die Sitzplatzmöglichkeiten bei Bedarf erweitert werden können.

Neue Parkplätze hinter dem Amtshaus als Ausgleich

Als Ausgleich wurden durch die Umgestaltung des Amtshausumfeldes 45 neue Parkplätze geschaffen – dort sollen künftig die Fahrzeuge der Dauerparker stehen. Weiterhin ist vorgesehen, eine Vielzahl von Fahrradabstellflächen zu schaffen, um künftig den ökologischen Verkehr zu fördern. Gar nicht angetastet wird der ganz südlich gelegene Bereich des Platzes vor dem Modehaus Lyko.

Die Stellplätze für die Fahrräder sind auch Thema der Diskussion in den sozialen Medien. „Wird der dadurch gewonnene Platz denn wenigstens für den Ausbau zur multimodalen Mobilitätsstation und Stärkung der Radinfrastruktur genutzt?“, fragt ein Nutzer. Zur Antwort bekommt er, dass man die Fertigstellung des neu gestalteten Heessener Marktes doch mal abwarten müsse. Muss man – und dann, das ist gemäß der Planungen sicher, gibt es da auch Infrastruktur für Fahrräder.

Wollt ihr einen schönen Marktplatz oder einen reinen Parkplatz?

Brigitte Hausmann, SPD, frühere Bezirksvertreterin

Mehrere Mitdiskutierer fürchten aber um die Zahl der Parkplätze und um deren Lage. Zu wenig seien es, oder sie lägen hinter dem Amtshaus zu weit weg. Den Einwand, man müsse ja nicht mit dem Auto in die Geschäfte fahren, begegnen sie mit dem Hinweis auf ältere Menschen, die nicht mehr so gut gehen könnten, und auf Menschen mit Behinderungen.

Bürgerversammlungen nicht genutzt?

SPD-Politikerin Brigitte Hausmann schaltet sich in die Diskussion ein. „Wollt ihr einen schönen Marktplatz oder einen reinen Parkplatz?“, fragt sie und weist auf zwei öffentliche Bürgerversammlungen hin, bei denen die Bürger ihre Anregungen und Bedenken hätten einbringen können. Hausmann: „Wo wart ihr da alle?“ Und sie schreibt: „Wartet doch mal ab, es wird schon schön werden.“

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