Lange Haftstrafe für Hammer Drogenkurier: 35 Kilo Haschisch im Mercedes

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Symbolbild Haschisch.

Hamm - Weil er im Januar 2018 knapp 35 Kilogramm Haschisch nach Hamm geschmuggelt hatte, ist ein 35-Jähriger, in Hamm lebender Marokkaner am Mittwoch vor dem hiesigen Schöffengericht zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden.

Der geständige Drogenkurier hatte eingeräumt, die Drogen im Wert von rund 100.000 Euro in Frankfurt übernommen zu haben. Er soll dabei im Auftrag eines gesondert verfolgten Drogenhändlers aus Hamm gehandelt, für seine Kurierfahrt 100 Euro erhalten und den Mercedes seines Auftraggebers benutzt haben.

Der seit August 2017 in Hamm lebende Angeklagte, der offiziell von Transferleistungen gelebt hatte, war aufgeflogen, weil die Staatsanwaltschaft Frankfurt den Drogenverkäufer aus der Mainmetropole zu jener Zeit im Fokus und im Januar eine Telefonüberwachung durchgeführt hatte. Dadurch hatte sich das Drogengeschäft und die anschließende Kurierfahrt nach Hamm nachvollziehen lassen.

Bei der Ankunft in Hamm saß der Kurier in der Falle. Im Mercedes fanden die Ermittler der Polizei Haschischplatten, die in 39 Paketen verpackt waren und einen hohen Wirkstoffgehalt hatten. Nach dem Urteilsspruch kündigte der Strafverteidiger des 35-Jährigen an, in die Berufung gehen zu wollen. Er selbst hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr für angemessen gehalten, die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer zwei Jahre gefordert.

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