Bockum-Höveler angeklagt

35-Jähriger soll Kinder ausgeraubt und mit Waffe bedroht haben

Der 35-jährige Angeklagte schirmte sich beim Prozesstermin ab.
+
Der 35-jährige Angeklagte schirmte sich beim Prozesstermin ab.

Schwere Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft gegen einen 35-jährigen Mann aus Bockum-Hövel. Im Herbst 2020 soll er nicht nur einen Bekannten, sondern außerdem zwei zehnjährige Mädchen auf offener Straße ausgeraubt und dabei auch noch mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben.

Hamm - Am Montag begann in Dortmund vor dem Landgericht Dortmund der Prozess. Die beiden Mädchen waren im November in Bockum-Hövel unterwegs, als ihnen der Angeklagte nacheinander die Mobiltelefone aus den Händen gerissen haben soll. Was dann geschah, ist eigentlich kaum zu glauben.

Laut Anklage versuchte eines der Kinder, den Mann zu verfolgen. Als dieser das bemerkte, soll er sich langsam umgedreht, eine Waffe aus der Tasche gezogen und leise gesagt haben: „Hau ab!“ Die Schülerin sagte später bei der Polizei aus, die Waffe habe genau wie eine scharfe Pistole ausgesehen.

Vorwurf einer weiteren Gewalttat

Schon im September soll der 35-Jährige in Bockum-Hövel eine erste Gewalttat verübt haben – und das zusammen mit einer Bekannten und einem weiteren Komplizen.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass das Trio eines Tages beschloss, einen Bekannten der Frau auszurauben. Zu diesem Zweck soll die Frau ein Treffen mit dem ahnungslosen Mann in dessen Wohnung verabredet haben. Und als man dann dort gemütlich zusammensaß, soll sie heimlich die Tür geöffnet haben, um ihre beiden Mittäter hereinzulassen.

Maskiert mit Schlagwerkzeug

Maskiert und mit einem Schlagwerkzeug bewaffnet stürmten die Täter daraufhin in die Wohnung, schubsten ihr Opfer rüde zu Boden und schlugen auf den Kopf und das Gesicht ein. Mit einem Schlüsselbund und einem Mobiltelefon gelang ihnen wenig später die Flucht.

Das Opfer blieb verletzt in seiner Wohnung zurück. Wegen einer stark blutenden Platzwunde und einer Gehirnerschütterung musste sich der Mann noch am gleichen Tag in ärztliche Behandlung begeben.

Wann der Verletzte im Prozess vor der 32. Strafkammer des Landgerichts als Zeuge vernommen wird, steht noch nicht fest. Zunächst soll der Angeklagte die Gelegenheit bekommen, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Und das will er auch tatsächlich tun. „Am nächsten Verhandlungstag werden wir eine Erklärung abgeben“, kündigte Verteidiger Karsten Possemeyer am Montag an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare