Sichtlich Reue gezeigt

Raubüberfall auf Taxizentrale: Bewährungsstrafen für die Täter

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Mit einer Schreckschusspistole - hier nur ein Symbolbild - bedrohte einer der Täter die Männer in der Taxizentrale.

Hamm/Dortmund – Mit vergleichsweise milden Freiheitsstrafen ist am Dortmunder Landgericht der Prozess gegen die beiden jungen Männer zu Ende gegangen, die am 4. Februar 2017 die Taxizentrale an der Nassauer Straße überfallen hatten.

Die beiden zur Tatzeit 20 und 21 Jahre alten Männer wurden zu Bewährungsstrafen von jeweils 18 Monaten verurteilt. Sie müssen also nicht ins Gefängnis, sich aber in einer Bewährungszeit von zwei Jahren straffrei führen, mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten und 300 Euro beziehungsweise 150 Euro in Raten an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Das Duo hatte gestanden, nach ausgiebigem Alkohol- und Drogenkonsum zuhause und auf der Meile völlig spontan den Entschluss zum Überfall auf die Taxizentrale gefasst zu haben. Hauptakteur bei dem nächtlichen Überfall auf die vier Männer in dem Büro war der damals 20-jährige. Während sein Komplize an der Tür Schmiere stand, hielt dieser eine ungeladene Schreckschusspistole auf die sichtlich verängstigten Männer, forderte Geld und durchsuchte einige von ihnen auf verwertbare Beute.

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Nach wenigen Minuten flohen die Männer in unterschiedliche Richtungen. Einer wurde von zu Hilfe eilenden Taxifahrern kurz darauf festgenommen, gab den entscheidenden Hinweis auf die Identität des Mittäters. Seit dieser Tat sind sich die beiden langjährigen Jugendfreunde offenbar spinnefeind, haben sich an diversen Verhandlungstagen auf der Anklagebank des Dortmunder Landgerichts keines Blickes gewürdigt. Beide sind mittlerweile drogenfrei, haben sich bei ihren Opfern mit sichtlicher Reue entschuldigt und peilen eine Berufsausbildung an.

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