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Landesfilmfestival im „Alten Bauhof“

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HERRINGEN ▪ Der Film- und Videoclub Herringen wird das von ihm ausgerichtete Landesfilmfestival für die Region Westfalen in guter Erinnerung behalten: Mit Christa Weniger (Experimentalfilm Glücksspiele), Rudi Scheminonek (Kunstort Halde) und Manfred Samen (Drachenbootrennen 2007) erhielten gleich drei Mitglieder jeweils einen dritten Preis. Außerdem wurde der Beitrag von Schemionek in der Kategorie „Lokales“ an das Bundesfilmfestival weitergeleitet.

Erfolgreichster Filmautor an diesem Wochenende war allerdings Michael Preis vom Filmklub Dortmund, dessen Dokumentation „Überleben in Kolkata“ zum besten Film des Wettbewerbs gekürt und der mit dem Sonderpreis von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann als bester Reisefilm ausgezeichnet wurde. Sein Beitrag „Das Anschauen von Wasserrädern...“ gewann den Sonderpreis des Medienzentrums Hamm für die beste Bildgestaltung. „Das wichtigste ist für mich, die Jury und das Publikum zu erreichen. Und das habe ich heute geschafft“, freute sich Preis über die Anerkennung. Auch Manfred Friedrich aus Lippspringe war stolz auf einen ersten Preis für seinen Film „Kranichrast in Deutschland“ sowie den Sonderpreis des Bundesverbandes Deutscher Filmautoren für die beste Bildmontage.

Für die zahlreichen Besucher im „Alten Bauhof“ gab es viel zu sehen. Insgesamt 33 Beiträge hatten die Filmautoren aus dem Ruhrgebiet, Ostwestfalen und dem Sauerland eingereicht. Und so war der gemütliche Kinosaal, der früher einmal eine Schreinerei war, gut gefüllt. Für die gute technische Ausstattung hatte der Film- und Videoclub gesorgt.

Eine Besonderheit war dieses Mal die offene Diskussion der Jury: Nach der Vorführung besprach sie vor Publikum und Autoren die Vor- und Nachteile der gezeigten Filme. Der Vorsitzende des hiesigen Filmclubs, Rudi Schemionek, lobte die Jury: „Von der Diskussion hat jeder etwas. Die Autoren gehen mit hilfreichen Anregungen nach Hause, und die Zuschauer können auch etwas dazu sagen“.

Bei der abschließenden Ehrung der Gewinner wurden natürlich die Frauen nicht vergessen, die an beiden Tagen für die Verpflegung und das Wohlbefinden der Besucher gesorgt hatten. Vor allem der Vorsitzende des Filmbezirks Westfalen, Hans Berenberg, fühlte sich wieder wohl in Hamm. Auch nach der kurzen Pause habe der Herringer Filmclub bezüglich der Ausrichtung des Festivals nichts verlernt. ▪ map

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