Drei Meter hohe Schallschutzwände

Lärmschutz in Westtünnen: Bahn nennt den Baustart

Drei Meter hohe Schallschutzwände entstehen in Westtünnen.
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Drei Meter hohe Schallschutzwände entstehen in Westtünnen.

Westtünnen – Die Deutsche Bahn wird entlang der Strecke Hamm-Soest in Westtünnen und Berge Schallschutzwände bauen. Als Baustart nennt eine Sprecherin nun den 7. Mai. Innerhalb eines halben Jahres sollen dann die drei Meter hohen Wände zwischen der Dr.-Loeb-Caldenhof-Straße und der Silcherstraße fertiggestellt sein.

Viele Westtünner Bürger begrüßen dies, erhoffen sie sich doch eine deutliche Lärmminderung. Es gibt aber auch Anwohner, die ganz und gar nicht einverstanden sind mit dieser Lösung des Lärmschutzes. Denn sie blicken demnächst von ihrer Terrasse aus auf eine Mauer und nicht mehr kilometerweit über grüne Felder. An den Lärm haben sie sich längst gewöhnt, an die fehlende Aussicht wollen sie sich eigentlich gar nicht gewöhnen. „Müssen wir aber wohl jetzt. Denn das Ganze scheint beschlossene Sache zu sein“, wie Rolf Lehmann aus Westtünnen nun von Mitarbeitern der Bahn mitgeteilt bekam.

Eigentlich hatte die Deutsche Bahn dem direkten Nachbarn der Gleise noch ein persönliches Gespräch bei einem Ortstermin in dessen Garten versprochen. Doch aus terminlichen Grünen sei nun eine Absage gekommen, erklärte Lehmann, was die Bahnsprecherin bestätigte. Alternativ sei der Termin in einen Telefon-Termin mit dem Anwohner umgewandelt worden.

„Das ist natürlich schade, direkt vor Ort wären unsere Sorgen vielleicht besser verstanden worden“, hatte er sehr auf diesen Termin gesetzt, um vielleicht noch eine kleinere Lösung als die drei Meter hohen Wände zu bekommen. Weiterhin sei er davon überzeugt, dass Niedrigschallschutzwände auch ihren Zweck erfüllen würden. Lehmann ist mit dieser Ansicht nicht alleine, ein paar Nachbarn unterstützten ihn beim Kampf gegen die hohen Wände. Aber es gibt auch direkte Anwohner, die sich für diese Art von Lärmschutz stark machen. Immerhin kommt nach vielen Jahren endlich Bewegung in dieses leidige Dauerthema der lauten Züge in Westtünnen.

Fünf Schallschutzwände werden gebaut

Entlang des erwähnten Streckenabschnitts zwischen Dr.-Loeb-Caldenhof-Straße und Silcherstraße ist die Wand etwa 1,5 Kilometer lang und wird an den Bahnübergängen Südfeldweg und Dierhagenweg Lücken vorweisen. Diese werden mit dem Wegfall der Übergänge nach dem Bau des Haltepunktes geschlossen. Gleichzeitig werden auch Wände auf der Südseite der Gleise errichtet, und zwar etwa 540 Meter lang zwischen Dierhagenweg und Heideweg sowie in etwa parallel zur Kolbestraße, dort ist die Wand etwa 250 Meter lang. In allen Fällen ist sie drei Meter hoch. Die Wände werden verschiedene Farben in Grüntönen haben, um sich optisch der Landschaft anzupassen.

Auch in Berge sollen die Schallschutzmaßnahmen wie geplant durchgeführt werden, erklärte die Bahnsprecherin. Die Wände sollen auf der Nordseite der Bahn nahe der Übergänge an der Werler Straße (alter Übergang) und dem Langewanneweg entstehen.

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