Falsche Stimmzettel verschickt

Kurioser Kandidatentausch zur Wahl - Panne im Hammer Wahlkreis

Panne bei der Briefwahl: In Werne und Lünen sind Stimmzettel aus dem Kreis Heinsberg verschickt worden.
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Panne bei der Briefwahl: In Werne und Lünen sind Stimmzettel aus dem Kreis Heinsberg verschickt worden.

Ob Arnd Hilwig oder Wilfried Oellers, Michael Thews oder Norbert Spinrath oder: Für wie viele Wahlberechtigte sind diese Namen wohl nur Schall und Rauch und beliebig austauschbar?

Hamm - Genau diese Frage beschäftigt seit dem Wochenende die Verantwortlichen in den Wahlkreisbüros in Werne und Lünen. Oellers tritt für die CDU im Wahlkreis 89 (Kreis Heinsberg) an, Hilwig bekanntlich für die Christdemokraten im Wahlkreis 145 Hamm-Unna II, also auch in Hamm. Genau so ist es mit Spinrath, der für die SPD in Heinsberg in den Bundestag will, Thews hingegen für die Sozialdemokraten in Hamm.

Durch eine Panne sind nun offenbar die Stimmzetttel der beiden Wahlkreise vertauscht worden. In Werne und Lünen sind jedenfalls Stimmzettel, die fürs rheinische Heinsberg bestimmt sind, angekommen und auch bereits als Briefwahlunterlagen an Wahlberechtigte verschickt worden. Vereinzelt fiel der Fauxpas auf, sprich die Wahlberechtigten wunderten sich über die fremden Politiker-Namen auf den Zetteln. Eine Handvoll Meldungen sind bekannt – verschickt wurden die falschen Unterlagen aber wohl mindestens 400 Mal.

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Panne im Hammer Wahlkreis: Wie ist das zu lösen?

In Werne und Lünen wird deshalb nun intensiv beraten, wie das Problem zu lösen ist. Denn was geschieht mit all den Stimmen, die dort für die Heinsberger Politiker abgegeben wurden? Wie will man diese überhaupt ausfindig machen? Muss die Briefwahl nun in Teilen wiederholt werden oder kann die ganze Wahl am Ende gar noch angefochten werden?

Fragen über Fragen, die in Hamm derzeit (noch) keine Rolle spielen. Wie Stadtsprecher Tom Herberg auf WA-Anfrage mitteilte, seien die Hammer Stimmzettel bei derselben Druckerei in Bonn gefertigt worden, die auch die Unterlagen für Heinsberg, Werne und Lünen hergestellt hat. Bislang seien in Hamm aber keine falschen Unterlagen aufgetaucht beziehungsweie gemeldet worden. „Wir gehen davon aus, dass das auch nicht mehr geschieht“, so Herberg mit Blick darauf, dass die falschen Unterlagen schon einige Tage beim Adressaten angekommen sein müssten. In Hamm hatten bis Montagmittag knapp 31.000 Briefwähler ihre Stimme abgegeben. Das ergibt eine Quote von etwa 25 Prozent.

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