Erste Adresse, die Appetit macht

Kurhaus-Gastro und angrenzende Bereiche für knapp 900.000 Euro saniert

Hallenmanagement-Geschäftsführer Ulrich Weißenberg an der neuen Kochinsel in der modernisierten Großküche des Kurhauses. Pächter Daniel Cadez (rechts) findet hier jetzt alles für einen dem Kurhaus angemessenen Gastronomie-Betrieb vor.
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Hallenmanagement-Geschäftsführer Ulrich Weißenberg an der neuen Kochinsel in der modernisierten Großküche des Kurhauses. Pächter Daniel Cadez (rechts) findet hier jetzt alles für einen dem Kurhaus angemessenen Gastronomie-Betrieb vor.

Das Kurhaus ist die erste Adresse für Kulturveranstaltungen in Hamm. Dass hinter den Kulissen ein immenser Sanierungsstau bestand, blieb für viele Besucher im Verborgenen. Vor allem auch die Infrastruktur im Gastronomiebereich war den Anforderungen an einen modernen Großbetrieb längst nicht mehr gewachsen. Die letzte umfassende Sanierung des Kurhauses erfolgte 1986.

Hamm – „Kulturell haben wir dieses Haus erfolgreich weiterentwickelt, jetzt legen wir gastronomisch nach“, sagt Ulrich Weißenberg, Geschäftsführer der Hallenmanagement Hamm GmbH (HMH), die wie die Alfred-Fischer-Halle auch das Kurhaus betreibt.

Mit der Wiederinbetriebnahme der 2003 stillgelegten Großküche im Obergeschoss habe man einen wahren Schatz gehoben, sagt Weißenberg. „Mit diesen Maßnahmen“, so der HMH-Geschäftsführer, „wird das Kurhaus ab sofort wieder in die Lage versetzt, bei Groß- und Bankettveranstaltungen ein gehobenes Gastronomieangebot für mehrere hundert Personen sowie ein mögliches À-la-carte-Angebot vorhalten zu können. Das war aus der kleinen Küche im Erdgeschoss kaum leistbar. Die Küche war bisher das schwächste Glied.“

Küche im Erdgeschoss wurde zu klein

Das weiß Pächter Daniel Cadez, der das Haus im Juli 2017 gemeinsam mit Till Lewerentz übernahm, nur zu gut. Die winzige Küche im Erdgeschoss hinter dem Café mit gerade einmal vier Feuerstellen hatte der Vorgängerin gereicht, für ein erweitertes Angebot sowie Großveranstaltungen erwies sie sich aber als untauglich. Cadez macht kein Geheimnis daraus, dass die Situation mitunter für Unmut bei den Gästen sorgte. „Jetzt aber ist alles da, was für dieses Haus angemessen ist. Auch um beispielsweise einen Baugerichtstag mit über 500 Besuchern, Hochzeiten, Abi-Bälle und zusätzlich das laufende Geschäft angemessen bedienen zu können“, sagt Cadez.

Daniel Cadez in der Enge der kleinen Küche hinter dem Café. Sie war den Anforderungen nicht gewachsen.

Voraussichtlich Ende des Monats soll das Sanierungspaket des Hauses abgeschlossen sein. Dann ist die neue Großküche betriebsbereit – bis zum ersten Vollbetrieb wird aufgrund von Corona aber noch einige Zeit ins Land gehen. Laut Weißenberg werden die Gesamtkosten am Ende wohl bei knapp 900.000 Euro liegen. Die Umbaukosten tragen die Hallen Management Hamm GmbH (HMH) und die Stadt Hamm, die für die Bauunterhaltung der festen Einrichtungen im Gebäude zuständig ist. Die Gastronomen steuerten rund 100.000 Euro zu den mobilen Einrichtungen bei.

Die neue Großküche

Die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der Großküche „Kochen und Speisenzubereitung“ sind in Kürze abgeschlossen. In der Spitze können hier bis zu 15 Köche ihre Arbeit verrichten. Die von der Speisenzubereitung getrennte Spülstraße wurde schon Anfang 2019 in Betrieb genommen. Die Kühlhäuser sind vom Keller in den Küchenbereich umgezogen. Zum Küchenbereich zählen auch angrenzende, jetzt renovierte Sozialräume für Mitarbeiter der Gastronomie, Umkleiden und Toiletten. Die alte Küche an gleicher Stelle war 1986 in Betrieb gegangen und wurde 2003 mangels Auslastung stillgelegt.

Renovierung des Gastronomiebereichs dauerte zwei Jahre

Seit gut zwei Jahren wird der Gastronomiebereich des Kurhauses im laufenden Betrieb renoviert. Im Fokus standen hierbei bewusst zunächst die besuchernahen Bereiche im Altbau. Dazu gehörte der Umbau der ehemaligen Schänke in eine Vinothek, deren Raum multifunktional nutzbar ist, die Renovierung des Cafés sowie des Treppenhauses mit dem Zugang zu den drei Seminarräumen im 1. Obergeschoss, die ebenfalls renoviert wurden.

Neben einem zeitgemäßen modernen Design mit wiederkehrenden Elementen und Farben in den einzelnen Bereichen und neuer Bestuhlung sind Café und Vinothek mit neuer Elektrik, neuer Thekentechnik und Kühlung ausgestattet. Im Café wagte die HMH den Spagat zwischen Alt und Neu.

Altbau-Foyer bekam nicht nur neue Leuchten

Wenn es im Altbau-Foyer zwischen dem Spiegelsaal und dem Übergang zum Multifunktionssaal bisweilen feucht aber nicht fröhlich wurde, deutete auch das auf Sanierungsbedarf hin: Hier wurden alte Eternitrohre in der Decke ausgetauscht und die Beleuchtung erneuert. Noch ausstehend ist die Erneuerung der Thekenanlage.

Parallel hierzu wurden und werden im weiteren Schritt in erheblichem Umfang notwendige Maßnahmen im Rahmen des Brandschutzes (unter anderem der Einbau von Brandschutzvorhängen), der Be- und Entlüftung und der Elektrotechnik vorgenommen.

Neue Küche im Kurhaus Hamm

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