Kumpel stellt Bergbau-Fotos in Oranienburg aus

PELKUM/ORANIENBURG ▪ Bislang haben die Menschen in Hamms Partnerstadt Oranienburg mit dem Bergbau relativ wenig am Hut. Doch das soll sich ändern: Jürgen Post, begeisterter Hobby-Fotograf aus Hamm und mehr als 30 Jahre auf der Zeche Heinrich Robert beschäftigt, präsentiert ab 23. März im Schloss Oranienburg unter dem Motto „Schwarzes Gold“ rund 30 eindrucksvolle Bilder und Collagen, die den Betrachter in die Welt des Bergbaus führen sollen. „Alle wurden unter und über Tage auf dem Bergwerk Ost aufgenommen“, so Post.

Den Kontakt zwischen ihm und Oranienburg hatte Pelkums Bezirksvorsteher Udo Schulte hergestellt, der bei der Ausstellungseröffnung am kommenden Freitag – dort wird auch ein echter Knappe anwesend sein – die Rede halten wird. Die Arbeiten von Jürgen Post hätten ihn tief beeindruckt, so Schulte in Anspielung auf die Ausstellung, von denen Teile auch schon im Amtshaus zu sehen waren. Auch die Menschen in der Partnerstadt sollten etwas von dem sehen, was Bezirke wie Pelkum und Herringen groß gemacht hat: der Bergbau.

Dabei sieht Schulte durchaus auch Parallelen zwischen Hamm und Oranienburg. Beide machten im Moment den Strukturwandel durch. „Wir haben vom Bergbau, unsere Partnerstadt von der Chemieindustrie gelebt“, so der Bezirksvorsteher weiter.

Für den 50-jährigen Post selbst ist es eine „große Ehre“, seine Arbeiten im Schloss Oranienburg präsentieren zu dürfen. Er habe viele Bürger angesprochen und erfahren, dass sie in den vergangenen 20 Jahren selbst einen großen Wandel durchgemacht haben. Er habe sich in Oranienburg sofort heimisch gefühlt und die Gelegenheit genutzt, markante Punkte der Stadt zu fotografieren.

Jürgen Post, der zuletzt Steiger auf dem Bergwerk Ost war, hatte am letzten Fördertag am 30. September 2010 ebenfalls seine letzte Förderschicht als aktiver Bergmann. „Ich hätte nie gedacht, dass es mir und meinen Kameraden so schwer fallen würde, das Bergwerk zu verlassen“, erzählt Post.

Seit Anfang 2011 widmet sich der 50 Jahre alter Hammer verstärkt der Fotografie. Ob Bergbaumotive, Burgen und Schlösser oder Fahrzeuge: Post ist auf zahlreichen Gebieten zu Hause. Wichtig sind ihm aber insbesondere die Menschen, von denen jeder einzelne seine ganz persönliche Geschichte erzählt. Gerne verfremdet Jürgen Post seine Fotos. ▪ stg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare