„Herz des Hauses“ geht in Ruhestand

Kulturwerkstatt: Inka Budde hört auf, Nachfolger ein Hammer Promi

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Uli Holesch (links), Inka Budde und ihr Nachfolger Arndt Worbis.

Nach 28 Jahren Arbeit für die Kulturwerkstatt an der Oberonstraße geht Inka Budde in den Ruhestand. Ihr Nachfolger Arndt Worbis ist in der Hammer Musikszene bekannt ein bunter Hund.

Hamm – Sie ist die dienstälteste Mitarbeiterin in der Kulturwerkstatt Oberonstraße und hat die Zeiten miterlebt, als sich Mitarbeiter noch selbst ihre Stühle mitbringen mussten. 28 Jahre sind seitdem vergangen, Stühle gibt es inzwischen genug, doch das hält Urgestein Inka Budde nicht davon ab, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Im Rahmen einer internen Feier sagte sie im kleinen Kreis Kollegen, Kolleginnen und Freunden tschüss.

Am 1. Oktober 1991 stieg Budde in der Kulturwerkstatt ein, noch vor Geschäftsführer Uli Holesch. Das ist über 10.200 Tage her. „Damals war eine Zeit, in der viel improvisiert werden musste und die Mittel knapp waren“, sagt Budde. „Wir haben auch mal ein Jahr gratis gearbeitet, um den Laden am Laufen zu halten. Man muss erst mal Leute finden, die genauso irre sind. Da muss man schon vollkommen dahinter stehen.“

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Freude über die „buntscheckigen Leute“

Zwar sind die soziokulturellen Zentren in Hamm heute finanziell immer noch nicht auf Rosen gebettet, doch rückblickend hat Budde hinter den Kulissen einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die Kulturwerkstatt dort steht, wo sie steht. „Ich wünsche mir, dass das auch in 30 Jahren noch so ist“, sagt sie.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit seien Freundschaften über das Berufliche hinaus entstanden. Die Vielseitigkeit ihrer Aufgaben habe für sie den Reiz ausgemacht: das bürokratische Management mit all den Mietern, Musikern und Initiativen im Hause, Vertragswesen und Rechnungen. Und all die „buntscheckigen Leute“, die ihr unterwegs begegnet seien.

Verwaltung und Vereinsarbeit habe sie nie als trocken empfunden. Sie sei eine „Macherin, die Probleme angehe“, sagt Budde über sich selbst. „Aber der menschliche Faktor stand dabei immer im Mittelpunkt.“ Für ihre Kollegen war sie deshalb auch das „Herz des Hauses“.

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