„Kulturfest h4“ unter dem Eindruck von Corona

Stadt schnürt attraktives Fest-Paket - aber kann es auch sicher ankommen?

Geschenkpaket und Geld
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Mit viel Geld aus Berlin schnürt die Stadt Hamm für ihre Bewohner ein glitzerndes Überraschungspaket.

In weniger als einem Monat soll Hamm trotz noch immer diffuser Pandemie-Situation ein richtig großes Fest erleben dürfen. Das Paket ist inzwischen gepackt und verschnürt. Aber wird es die Zeit auch überleben?

Hamm – Das ist seit dem Frühsommer der Plan der Stadt Hamm und des Stadtmarketings, und daran hat sich bisher wenig geändert. Tatsächlich haben die Verantwortlichen für das „Kulturfest h4“ hinter den Kulissen inzwischen ein Programmpaket gepackt, das sich in all seinen Facetten ohne eine umfassende Übersicht noch gar nicht darstellen lässt. Diese wird den Hammern Ende August nicht nur auf Papier und digital präsentiert, sondern auch auf allen werbewirksamen Kanälen (Plakate, Anzeigen, Radiospots, Social Media...) schmackhaft gemacht, erklärt Ute Obering aus dem Kulturbüro.

Gemeinsam mit Knud Skrzipietz, dem Leiter des städtischen Kulturbüros, hat Obering die Federführung des mehrköpfigen Gestaltungsteams. Sie verwalten spannende Zahlen: Mehr als 50 unterschiedlichste Acts sollen vom 10. bis 12. September auf bis zu fünf Bühnen (am Samstag gibt es eine mehr als zunächst geplant) auftreten, das sind zusammengerechnet weit über 300 Kreative, dazu kommen ungezählte Organisationshelfer an den vielen verschiedenen Locations. Das Finanzkorsett für das Gesamtprojekt liegt bei 200.000 Euro, 160.000 davon fließen aus dem Fördertopf „Neustart Kultur“ der Bundesregierung nach Hamm.

Die ganze Sache ist schon ziemlich sportlich.

Ute Obering, Kulturbüro

Die größte Unbekannte heißt wie gehabt „Corona“. Zwar wollen die Veranstalter für jedwede Veränderung flexibel bleiben, aber mit mehr Planungssicherheit wäre alles sicher deutlich entspannter. Von der jüngsten Bund-Länder-Konferenz hatten sich Obering und Co. diese eigentlich erhofft, nun gilt es bis zum 18. August zu warten, wenn die neue Coronaschutzverordnung für NRW vorgelegt wird. Die große Frage sei, ob und inwieweit künftig überhaupt noch Inzidenzwerte zugrunde gelegt werden, sagt Obering – und gibt zu: „Die ganze Sache ist schon ziemlich sportlich.“ Grundsätzlich sieht sie die Planung für „h4“ aber gut aufgestellt, außerdem seien alle Beteiligten „schwer ambitioniert“.

Großes „Kulturfest h4“ in Hamm: kostenlos für alle Besucher

Das komplett kostenlose Angebot von „h4“ soll sich an den drei Tagen in fast allen Bereichen der Hammer Innenstadt abspielen. Eckpunkte sind die Bühnen auf dem Santa-Monica-Platz, auf dem Willy-Brandt-Platz, im Lutherviertel, am Kubus und in der City Ost. Letztere ist neu ins Programm gerutscht, hier sollen schwerpunktmäßig Tanzdarbietungen möglich gemacht werden.

Die Bereiche vor den Bühnen werden abgesperrt und bestuhlt sein. Quer durch die Stadt erstellen Einrichtungen und Gastronomen weitere Angebote. Ferner wird es ein Streetfood-Festival und einen Genussmarkt geben. Am verkaufsoffenen Sonntag können in ganz Hamm die Busse kostenlos genutzt werden. Für ein stressfreies Erlebnis werden mehrere Straßen gesperrt.

Nach dem Fest ist übrigens vor der Kirmes: Am dritten Tag von „h4“, dem Sonntag, startet auf dem Ökonomierat-Peitzmeier-Platz an den Zentralhallen der als Ersatz für den Stunikenmarkt gedachte Freizeitpark. Bis zum 26. September dürfen unter Einhaltung eines klaren Hygienekonzepts zeitgleich höchstens 1000 Besucher auf dem Gelände sein.

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