Kulturelle Vielfalt in Hamm fördern

PELKUM ▪ Ein Frühstück sei ein kommunikativer Akt, sagte Otmar Rüther, Sprecher des Gesprächskreises „Ich & Du“. Mit diesem Gedanken nahmen er und weitere engagierte Mitglieder der Initiative am zweiten Frühstückscafé der DITIB-Moschee an der Dortmunder Straße teil. Vorsitzender Yakup Turan freute sich über rund 30 Gäste.

„Bei uns sind auch immer wieder Vertreter verschiedener Gemeinschaften“, sagte Rüther und meinte, dass sie auch deshalb Interesse an einem Dialog mit der Moschee hätten. Deren Sprecher, Dr. Cevdet Gürle, ist auch in der Initiative engagiert.

„Ich & Du“ wurde erst vor einem halben Jahr aus dem Programm „Stärken vor Ort“ gegründet, um sich für einen Dialog der Kulturen einzusetzen und die interkulturelle Kompetenz der Hammer zu stärken. Nuray Yildirim erklärte als eine der Hilfskräfte aus der Moschee-Frauengruppe Hanim Kollari, dass man sich untereinander schon zwar gekannt habe. Aber in einem anderen Umfeld begegne man sich noch einmal anders. Durch das Frühstückscafé wolle sich die Moschee von einer anderen Seite präsentieren, um Unterstützung für ihre Arbeit durch Toleranz zu gewinnen.

Beim türkischen Büfett bot sich aber auch die Gelegenheit zu Gesprächen mit Vertretern aus dem Stadtteilbüro oder von anderen Vereinen. Vor allem der DRK-Treffpunkt an der Kurt-Schuhmacher-Straße strebt eine enge Zusammenarbeit mit der Moschee an und plant sein Effekt-Elternprogramm dort durchzuführen. Außerdem möchte Treffpunkt-Leiterin Sema Atakli zukünftig auch regelmäßig Beratungsgespräche in den Moscheen anbieten. Wie sich die gute Zusammenarbeit zwischen „Ich & Du“ und der DITIB weiterentwickelt, müsse man sich noch anschauen, meinte Abdullah Yildirim vom Moschee-Verein.

Rüther, der mit einer Philippina verheiratet ist, betonte, dass die Herringer miteinander eng verwoben seien und deshalb viel Wert auf eine gute Gemeinschaft gelegt werden müsse: „Kulturelle Vielfalt sehen wir nicht als Belastung oder Herausforderung, sondern als eine Bereicherung.“

Beim anschließenden Rundgang durch die Moschee konnte Rüther als evangelischer Pfarrer im Hammer Westen auch sein Wissen über das Christentum mit den Eindrücken über den Islam vergleichen. „Wir müssen Menschen in ihrer Andersartigkeit immer wieder neu kennenlernen“, erklärte er. ▪ sgü

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