Neue Inhaberin fühlt sich Tradition verpflichtet

Neues Leben im Kult-Café im Kloster-Drubbel

+
Das Café im Kloster-Drubbel unter neuer Regie: Inhaberin Yvonne Lichtblau (rechts) und Tochter Johanna, die hier früher schon mit ihrer Großmutter Torte gegessen hat

Das gibt es weiterhin: das klassische Stück Torte und das Kännchen Kaffee. Yvonne Lichtblau als neue Inhaberin des „Cafés im Kloster-Drubbel“ führt eine Tradition weiter, die in Hamm ansonsten ausgestorben ist.

Hamm – Am Dienstag hat Yvonne Lichtblau den Betrieb in der östlichen Innenstadt wieder eröffnet - wohl als letzten, den es in dieser Form in der Stadt gibt. „Mir war es ein Anliegen, dass das Café in typischer Café-Art in Hamm weiter besteht“, sagt Lichtblau. „Es gibt ein Publikum, das sich das wünscht.“ Es sei vorwiegend die „ältere Generation“, die in ruhiger Atmosphäre Kaffee und Kuchen oder ein am Tisch serviertes Frühstück genießen wolle.

Weil Tradition geschätzt werde, hat Lichtblau nichts an den bewährten Produkten geändert. Weiterhin kommen die Torten aus der Konditorei Steinhoff in Beckum, ebenso Gebäck, hausgemachte Pralinen und Tortenböden für den Gebrauch zuhause. Auch die Kaffeemarke bleibt die selbe. „Weil Gäste Gewohntes zu schätzen wissen“, sagt Lichtblau.

Klassische und neue Angebote im Café

Gut möglich, dass zusätzlich aber auch neue Angebote Einzug halten, um noch ein weiteres Publikum zu gewinnen. Wie aktuell schon das „Seemannsbrot“ mit Räuchermatjes für den deftigeren Appetit. Das kommt nicht von Ungefähr, denn die Café-Einsteigerin betreibt im Hammer Süden seit Jahren einen Matjes-Verkauf und bietet Fisch als Street-Food-Variante bei Veranstaltungen in einem eigenen Fahrzeug an. „Doch Zusätzliches muss sich langsam entwickeln“, sagt sie mit Vorsicht.

Zu normalen Zeiten bei Vollbesetzung bietet das Café innen bis zu 40 Plätze, draußen sind es 25. Stammgäste werden auf die bekannte Inneneinrichtung treffen, der Außenbereich wurde überarbeitet und neu bepflanzt.

Tochter kam mit der Großmutter ins Café

Ganz unbekannt war Lichtblau das Objekt vor Unterzeichnung des Mietvertrages mit der HGB nicht: Tochter Johanna, die jetzt im Café mitarbeitet, kam regelmäßig mit der Großmutter in die Oststraße, um hier Marzipantorte zu essen. „Als wir dann hörten, dass die Vormieter ausziehen, haben wir uns entschieden“, so Lichtblau.

Dass die Unterschrift ausgerechnet am Freitag vor dem Corona-Lockdown im März erfolgte, habe im Nachhinein keinen Schaden angerichtet. Denn die Eröffnung sei damals schon für Anfang Juli geplant gewesen. Damit die Tradition dort weitergeführt wird.

Lesen Sie auch:

Tod im Lockdown: Darum öffnete dieser Friseursalon nicht wieder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare