Nächste Kündigung im Hammer Krankenhaus

Chefärztin Elisabeth Lange verlässt Onkologie des EVK

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Verlässt das EVK: Chefärztin Elisabeth Lange.

Hamm – „Der Nächste, bitte“ – im Evangelischen Krankenhaus (EVK) erfährt die altbekannte Wartezimmer-Phrase nunmehr eine neue Bedeutung.

Nach Chefarzt Dr. Dr. Heinz Dürk, der im März 2018 mitsamt zwei seiner Oberärzte zur Konkurrenz von der St.-Barbara-Klinik/St.-Josef-Krankenhaus übersiedelte, gibt es im Haus an der Werler Straße nun den nächsten Wechsel auf der onkologischen Chefetage. Elisabeth Lange, seit mehr als 20 Jahren für das EVK im Einsatz, hat ihre Kündigung eingereicht. Das bestätigte EVK-Geschäftsführer Marcus Kirchmann auf WA-Nachfrage.

Patienten meldeten sich in Redaktion und zeigten sich geradezu erschüttert über das Ausscheiden der Ärztin. Viele von ihnen hätten sich ausdrücklich wegen der Persönlichkeit und der medizinischen Kompetenz von Elisabeth Lange für eine Behandlung im EVK entschieden.

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Viele Jahre an der Seite von Prof. Dr. Balleisen

Elisabeth Lange hatte viele Jahre an der Seite von Prof. Dr. Leopold Balleisen gewirkt und war nach der Besiegelung des Gesundheitsverbunds mit dem St.-Marienhospital im Jahr 2015 weiterhin als Chefärztin in der Hämatologie und Onkologie im Einsatz. Die Doppelspitze mit dem vom Marienhospital gekommenen Dr. Dr. Dürk scheiterte, so heißt es, nicht zuletzt aufgrund unterschiedlicher Philosophien der beiden Mediziner. Dürk ging, Lange blieb.

Zu Dürks Nachfolger wurde Mitte 2018 Prof. Dr. Thomas Wehler bestimmt, und Wehler – zusätzlich auch Klinikdirektor – soll nun allein das Sagen in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Pneumologie des EVK haben.

"Entscheidung hat sie allein getroffen"

Elisabeth Langes Profil ist zwar weiterhin auf der EVK-Seite zu finden, sie wird aber für das Haus nicht mehr tätig werden. Das sagte Geschäftsführer Marcus Kirchmann gegenüber dem WA. Die Internistin habe am 17. Juli ihr Arbeitsverhältnis ordentlich gekündigt. „Die Entscheidung hat sie allein getroffen“, so Kirchmann.

Eigentlich werde die Kündigung erst zum Jahreswechsel wirksam, aufgrund der vielen Urlaubstage, die die Ärztin im Lauf der Jahre angesammelt habe, sei sie aber ab sofort nicht mehr für das Haus tätig. Einen Nachfolger als Chefarzt werde es nicht geben.

Knackpunkt fünfte Etage?

Lange war für den WA zunächst nicht erreichbar.

Aus Krankenhauskreisen heißt es, dass sie zuletzt nicht mehr für die 5er Ebene, also die fünfte Etage im Haus, zuständig war und dies ihre Entscheidung beflügelt habe.

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