Corona in Hamm

Kritik bei „Querdenker“-Demo aus den eigenen Reihen

Auf dem Höveler Markt in Bockum-Hövel versammelten sich die selbst erklärten „Querdenker“.
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Auf dem Höveler Markt in Bockum-Hövel versammelten sich die selbst erklärten „Querdenker“.

Am Donnerstagabend haben rund 60 selbst erklärte „Querdenker“ auf dem Höveler Markt in Bockum-Hövel gegen die aus ihrer Sicht unverhältnismäßigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus protestiert. Auch die Medien wurden ins Visier genommen. Doch diesmal gab es sogar Kritik aus den eigenen Reihen. 

Hamm – Untereinander sind sich die selbst erklärten „Querdenker“ nach wie vor nicht immer grün. Teilweise wurde mehr über die eigene Bewegung gesprochen als über die von ihr kritisierte Pandemie-Politik.

Thorsten Schulte, ein verschwörungsideologischer Publizist, wurde etwa während seiner Rede von einem Teilnehmer der Demo für Äußerungen im Vorfeld kritisiert, woraufhin Schulte mutmaßte, sein Gegenüber sei als „Troll“ - also als Störer - vorbeigeschickt worden, um Stunk zu machen. Passanten reagierten während der Versammlung immer wieder mit Kopfschütteln.

Meinungsverschiedenheiten und Platzverweise

Unter dem Motto der Demo „Pressekodex – Klarstellung Framing Wording Nudging“ wurden vor allem die Medien ins Visier genommen. Die Protestler machten aber auch ihren Unmut über die politischen Entscheidungen in der Corona-Pandemie deutlich.

Die Versammlung der „Querdenken-238“-Gruppe verlief trotz Kritik aus den eigenen Reihen weitestgehend friedlich. Die Einsatzkräfte fertigten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung und zwei Personen mussten von der Versammlung ausgeschlossen werden.

Größere Reibereien wie bei Versammlungen in Werries und in der Innenstadt blieben diesmal aus. Fortbewegen durften sich die Protestler erneut nicht: Einen Zug durch Teile Bockum-Hövels hatte die Stadt untersagt. 

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