Anzahl der Ausbildungsverträge steigt zum fünften Mal in Folge

Gegen den Trend: Hammer Handwerk nimmt Fahrt auf

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Die Zahl der Neuverträge im Handwerk nimmt in Hamm wieder zu, darunter im Kfz-Gewerbe.

Hamm – In Hamm ziehen mehr junge Menschen den Blaumann an und starten eine Ausbildung im Handwerk. Während auf Bundes- und Landesebene ein Rückgang bei den Ausbildungsverträgen festzustellen ist, legt das Handwerk in der Stadt Hamm überdurchschnittlich zu.

„Die Zahl der Neuverträge wuchs um 7,7 Prozent auf nunmehr 291“, sagt Detlef Schönberger, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe. Diese Zahlen stellte die Kreishandwerkerschaft jetzt im Autohaus Julius Franken vor. 801 junge Menschen (Vorjahr 758) sind inzwischen in einer handwerklichen Ausbildung. Die Verantwortlichen führen die guten Zahlen in der Stadt Hamm auf ein gutes Netzwerk zwischen allen Akteuren und der Kampagne „Traumberufe im Handwerk“ vom Westfälischen Anzeiger und von Radio Lippewelle zurück. Schönberger bewertete die Aktion als „herausragend“.

Gleichwohl hätten noch mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen werden können. „Die Steigerungsrate hätte zweistellig sein können, wenn sich noch mehr Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk entschieden hätten“, so der Hauptgeschäftsführer. 

An Ausbildungsstellen mangelt es nach wie vor nicht. Kreishandwerksmeister Christoph Knepper erklärt: „Der Bedarf der Betriebe ist so groß, dass noch viele Ausbildungsverträge hätten abgeschlossen werden können.“

1.148 Ausbildungsverträge abgeschlossen

Im gesamten Bereich der Kreishandwerkerschaft stieg die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge, zu dem neben Hamm auch die Kreise Soest und Unna gehören, zum fünften Mal in Folge an. „1.148 Ausbildungsverträge wurden in diesem Jahr abgeschlossen“, sagt Schönberger. Damit haben bis zum Stichtag 30. November 3,2 Prozent mehr junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk begonnen als noch im Vorjahr. 

Als Gastgeber der Gesprächsrunde zur handwerklichen Ausbildung in der Stadt Hamm betonte Julius Franken: „In meinem Unternehmen, aber auch im Kfz-Handwerk allgemein brauchen wir heute und morgen immer mehr junge Menschen, die ihre Chance im Handwerk erkennen und nutzen.“ Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich jedoch stark verändert: Viele Eltern empfehlen ihren Kindern das Abitur und das Studium. Da habe das Handwerk leider noch oft das Nachsehen.

„Wir bilden gut aus“

Denen allerdings, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entschieden haben, könne eine gute Perspektive geboten werden. Für engagierte Jugendliche aller Schulformen gebe es in Handwerksbetrieben oft kleine Teams mit verlässlichen und fachkompetenten Menschen, die ihr Handwerk liebten. „Wir bilden gut aus“, so Franken.

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