Autofahrer sollten vorsichtig sein

Schnee in Hamm: Warnung vor glatten Straßen in der Nacht - Fernwärme läuft wieder

Das Winterwetter trifft Hamm am Sonntag voll. Die Stadt liegt unter einer dichten Schneedecke. Die Straßen sind glatt. Die Polizei meldet witterungsbedingte Unfälle.

Update, 7. Februar, 20.53 Uhr: Die Polizei meldet noch einen weiteren witterungsbedingten Unfall aus Herringen. Ansonsten sei es sehr ruhig auf den Straßen. Gewarnt wird für die Nacht weiter vor gefährlicher Glätte. Der Schneefall ist immerhin inzwischen weniger geworden. Wir melden uns am Montagmorgen ab 6 Uhr wieder auf wa.de mit allen wichtigen Meldungen rund um diese für Hamm außergewöhnliche Wetterlage.

Update, 7. Februar, 20.24 Uhr: Wie die Stadtwerke mitteilen, ist die Störung der Fernwärme inzwischen beseitigt. Es könne allerdings noch etwas dauern, bis Wasser und Heizkörper in Heessen wieder warm werden. Spätestens am Montagmorgen könne aber jeder wieder warm duschen.

Update, 7. Februar, 18.04 Uhr: In Heessen gibt es aktuell Probleme mit der Fernwärme-Leitung. Das teilt eine Sprecherin der Stadtwerke mit. In dem Bezirk seien alle Fernwärme-Kunden betroffen, die Heizungen würden nicht mehr richtig warm werden und auch das Heißwasser stehe aktuell nicht wie gewohnt zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Stadtwerke arbeiten mit großem Einsatz an einer Lösung, heißt es. Wir berichten weiter, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

Update, 7. Februar, 16.47 Uhr: Nach Angaben der Polizei in Hamm ist es auf den Straßen ruhig. Seit dem Morgen gab es zwei weitere witterungsbedingte Unfälle mit Sachschaden im niedrigen vierstelligen Bereich. Keine Personen wurden verletzt. Darüber hinaus hat die Polizei an vielen Stellen geholfen, festgefahrene Autos und einen Lkw wieder zu befreien. Die allermeisten Autofahrer und Passanten auf den Straßen verhalten sich vorbildlich.

Update, 7. Februar, 16.13 Uhr: Die Fahrzeuge des ASH sind weiterhin und noch bis spät in den Abend im Dauereinsatz, um die Straßen so gut es geht von dem vielen Schnee zu befreien. Ab etwa 3 Uhr wird zudem auch am Montagmorgen wieder durchgehend geräumt, um dem Berufsverkehr am Montag ein besseres Durchkommen zu ermöglichen.

Aktuell ist das Bild auf den Straßen in Hamm unterschiedlich. Einige Verkehrswege sind soweit geräumt, dass Autofahren auf der Schneedecke problemlos möglich ist, an anderen Stellen liegt deutlich mehr Schnee.

In die Nebenstraßen fahren die Räumkräfte in der Nacht nicht hinein. So soll verhindert werden, dass der Schnee ausgerechnet vor geparkte Autos am Fahrbahnrand oder Grundstückseinfahrten geschoben wird und Bürger am Morgen nicht mehr losfahren können. „Da räumen wir dann tagsüber“, erklärte ASH-Geschäftsführer Reinhard Bartsch.

Die Müllabfuhr soll in den kommenden Tagen wie geplant durchgeführt werden, sagte Bartsch.

Update, 7. Februar, 15.52 Uhr: Während es auf den Straßen noch immer rutschig ist, genießen viele Hammer das Winterwetter. Wir haben eine Fotostrecke mit Leserfotos und Bildern unserer Fotografen hochgeladen. Viel Spaß beim Durchklicken!

Ski, Schlitten, Schippe: So verbringen die Hammer den verschneiten Sonntag

Schnee in Hamm
Schnee in Hamm
Schnee in Hamm
Schnee in Hamm
Ski, Schlitten, Schippe: So verbringen die Hammer den verschneiten Sonntag

Update, 7. Februar, 15.46 Uhr: Nun geht doch nichts mehr. Die Stadtwerke stellen den noch nach Notfall-Fahrplan aufrecht erhaltenen Linienbetrieb für Sonntag komplett ein. Durch den anhaltenden Schneefall gebe es an einigen Stellen kein Durchkommen mehr für die Busse. Für Montagmorgen ist der Betrieb nach Notfall-Fahrplan vorerst wieder vorgesehen.

Update, 7. Februar, 14.48 Uhr: Noch immer fahren keine Busse der VG Breitenbach. Das teilt eine Sprecherin der Stadtwerke mit. Mit einem Einsatz auf den Linien 6, 9, R14, 18, 30, 31, 33 und 83 sei nicht vor 18 Uhr zu rechnen. Ob danach überhaupt noch einmal Busse von Breitenbach losfahren ist ungewiss. Unterdessen haben die Stadtwerke entschieden, dass auch am Montagmorgen im Berufsverkehr der Winter-Notfall-Fahrplan in Kraft bleibt. Der Notfall-Fahrplan ist auf der Internetseite der Stadtwerke hinterlegt. Für Arbeitnehmer gilt übrigens am Montag trotz Schnee: Wenn der Arbeitsweg zumutbar ist, müssen Mitarbeiter zur Arbeit erscheinen.

Update, 7. Februar, 13.42 Uhr: Für wenige Minuten ist in Teilen der Stadt der Strom ausgefallen. Betroffen waren unter anderem der Hammer Osten, der Hammer Norden, Heessen, weite Teile der Innenstadt und Uentrop. Von den Stadtwerken hieß es dazu, dass es eine kurze Problemsituation im Umspannwerk Mitte gegeben habe, das im Museumsquartier steht. Das Problem habe voraussichtlich nichts mit der Witterung zu tun gehabt, nähere Informationen dazu lagen allerdings noch nicht vor.

Aus der Luft sieht die geschlossene Schneedecke imposant aus.

Update, 7. Februar, 11.28 Uhr: Die Organisatoren des um 11 Uhr gestarteten Blutspende-Marathons in den Zentralhallen betonen unterdessen, dass die Veranstaltung trotz der Wetterlage stattfindet. Die vorher vereinbarten Termine können also wahrgenommen werden.

Update, 7. Februar, 10.30 Uhr: Auf den Straßen in Hamm ist wenig los. Weil es noch immer schneit, gibt es aktuell auch keine Chance, dass sich die Verhältnisse etwas verbessern. Gerade für die Außenbereiche wird vor starken Schneeverwehungen gewarnt. Wer Schnee beiseite schippt, braucht heute viel Kraft. Der Schnee ist durchsetzt mit Eiskristallen, stark verdichtet und schwer.

Update, 7. Februar, 9.31 Uhr: Die Hauptverkehrsstraßen in Hamm sind durch den stundenlangen Einsatz des ASH so gut es geht geräumt. Das betont Geschäftsführer Reinhard Bartsch. Darunter sei aber nicht zu verstehen, dass die Fahrbahndecke wie gewohnt schwarz und gut befahrbar sei. Das große Problem sei der immer weiter fallende Schnee, wodurch es schwierig sei, die Straßen befahrbar zu halten. Immer wieder werde der fallende Schnee geräumt. Autofahrer sollten vorsichtig auf der Schneedecke fahren. Sobald der Schneefall aufhört, wird der ASH versuchen, auch die Nebenstraßen zu räumen.

Am Vormittag sind die Mitarbeiter des ASH auch damit beschäftigt, Gehwege zu räumen.

Update, 7. Februar, 8.50 Uhr: Die Straßen in Hamm sind größtenteils noch nicht geräumt! Autofahrer sollten vorsichtig sein.

Update, 7. Februar, 7.53 Uhr: Der Busverkehr in Hamm ist am Sonntag zunächst eingeschränkt. Wie die Stadtwerke mitteilen, fahren mehrere Busse der VG Breitenbach nicht. Das betrifft die Linien 6, 9, R14, 18, 30, 31, 33 und 83. „Es wird in Aussicht gestellt, dass die Busse gegen Mittag wieder fahren“, heißt es. Die Busse der Stadtwerke fahren derzeit nach dem Winter-Notfall-Fahrplan. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stadtwerke.

Update, 7. Februar, 7.15 Uhr: Die Polizei Hamm meldet am Sonntagmorgen fünf witterungsbedingte Unfälle. Alle verliefen zum Glück ohne Personenschaden. In der Nacht sind also die meisten Hammer, die trotz des Schneetreibens raus mussten, vorsichtig gefahren.

Bei zwei der fünf Unfällen gab es Sachschaden, in den anderen Fällen blieben die Fahrzeuge stecken oder kamen von der Straße ab. Außerdem knickte an der Ostdorfstraße ein Baum unter der Last des Schnees um.

Dortmunder Straße am Sonntagmorgen: Eine dicke Schneedecke auf der Fahrbahn.

Die Polizei appelliert weiter, besonders vorsichtig unterwegs zu sein und das Auto stehen zu lassen, sofern die Fahrt nicht unbedingt notwendig ist! An vielen Stellen sei die Straße unter der Schneedecke vereist - insbesondere im Bereich von Brücken. Hinzu kommt: Nach Angaben der Einsatzkräfte sind noch nicht einmal die Hauptverkehrsstraßen von der Stadt Hamm geräumt worden.

Das weiße Winter-Wetter verlockt sicher etliche Familien dazu, später am Tag zu Spaziergängen oder Rodel-Ausflügen. Zumindest wenn der noch immer starke Wind und Niederschlag nachlassen und die höchste Unwetterwarnstufe aufgehoben werden sollten. Dann sollte man seinen Weg am besten zu Fuß antreten. „Das ist dann kein Problem. Mit dem Auto wird es wegen der größeren Schneemengen aber schon beim Parken schwierig“, hieß es aus der Polizei-Leitstelle.

Nicht vergessen sollten die Winter-Fans natürlich auch die aktuellen Corona-Kontaktbeschränkungen in Hamm, die auch bei Schnee in der Öffentlichkeit gelten.

Update, 7. Februar, 6.30 Uhr: Die Region um Hamm liegt unter einer mehrere Zentimeter dicken Schicht Schnee - und es kommt noch mehr! Bis zum Sonntagabend wird weiter Schnee fallen. Die Straßendienste sind nonstop im Einsatz. Die Polizei an vielen Orten in NRW bittet Autofahrer darum, ihren Wagen stehen zu lassen. Auch die Deutsche Bahn rät von Zugreisen ab. Laut Kachelmannwetter kommt es weiter zu starken Schneeverwehungen. In südlichen Teilen von NRW ist noch Eisregen dabei. Eine erste Bilanz: Winterwetter ja, aber Chaos nein.

Update, 6. Februar, 23.55 Uhr: Die Wetterfront hat Hamm erreicht. Innerhalb von nur zwei Stunden liegt die Stadt unter einer dichten Schneedecke, die Straßen sind glatt. Die Feuerwehren sind auf die Wetterlage vorbereitet, die ASH hat 24 Mitarbeiter in Bereitschaft versetzt. Angesichts der Unwetterwarnung gilt die dringende Empfehlung, zuhause zu bleiben. In vielen Teilen Nordrhein-Westfalens haben sich die Prognosen der Meteorologen bisher bestätigt.

[Erstmeldung] Hamm - Entlang der Lippe könne es auch in Hamm zu gefährlichem gefrierenden Regen kommen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Er bewertet die hereinströmenden Luftmassen als äußerst gefährlich und befürchtet neben dem Glatteis unwetterartige Schneefälle. Am Samstagmittag hat der DWD die Warnung auf die höchstmögliche Stufe gehoben und per NINA vor „extrem starker Schneeverwehung“ gewarnt.

„Uns steht wohl das spannendste Wetterwochenende seit langem bevor“, sagt auch Frank Beranek aus Ahlen. Er beobachtet schon seit einigen Jahren die Wetterlage für das Südmünsterland und hat dabei auch die Stadt Hamm im Blick. Auf seiner Homepage veröffentlicht er täglich seine Prognosen. „Es besteht Unwettergefahr“, so Beranek.

Schneelage in Hamm in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

Winterdienst

Angesichts dieser Wetterprognose rechnet der Abfallwirtschaft und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH) mit Einsätzen. Im Einsatz sind am kommenden Wochenende acht Großstreuer und vier Kleinstreuer sowie Pritschenwagen. Über die gesamte Bereitschaftszeit sind 24 Fahrer, 24 Mitarbeiter für den manuellen Winterdienst sowie 5 Mitarbeiter für die nächtliche und 2 für die tägliche Einsatzleitung für einen Winterdiensteinsatz geschult. Stadtsprecher Lukas Huster: „Bei einem Voll-Einsatz sind ein Einsatzleiter, acht Fahrer und acht Kollegen für die Kleinstreuer und den manuellen Winterdienst tätig“.

Gut gefüllt ist auch das Salzlager. „Das Streusalzlager ist mit 850 Tonnen Salz im Herbst vollständig aufgefüllt worden. Da es bisher noch nicht viele Einsätze mit Streusalz gab, haben wir auch weiterhin genug Salz im Lager“, erörtert der Stadtsprecher. Pro Winterdienst-Volleinsatz werden übrigens rund 45 bis 50 Tonnen Salz benötigt.

Die Stadt verspricht, dass die ASH-Mitarbeiter mit Einsetzen von Schnee und Glätte ihr Möglichstes tun, die Straßen – insbesondere Hauptverkehrsstraßen – so schnell wie möglich verkehrssicher zu machen. Huster: „Klar ist aber, dass alle Pkw-Nutzer aufgerufen sind, am Wochenende besonders vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren.“

Alle Fahrzeuge, die am kommenden Wochenende im Einsatz sind, sind entsprechend gewartet und befüllt worden. Huster: „Falls es dennoch zu Problemen kommt, ist das Personal in der ASH-Werkstatt aufgestockt worden, um auf mögliche Ausfälle oder Defekte an Fahrzeugen schnell reagieren und die Fahrzeuge im Fall der Fälle wieder in den Einsatz schicken zu können.“

Räumpflicht

Schneeschieben ist Anliegerpflicht – das steht so in der Satzung der Stadt Hamm. An Werktagen bis 7 Uhr, samstags bis 8 Uhr und sonntags bis spätestens 9 Uhr müssen die Bürgersteige geräumt und gestreut sein. Fällt im Laufe des Tages Schnee, ist unmittelbar nach Beendigung des Schneefalls der Winterdienst auszuführen. Erst nach 20 Uhr müssen die Anlieger nicht mehr unmittelbar reagieren. Sie können bis zum nächsten Morgen warten. Anlieger verkehrsberuhigter Straßen sind für die Fahrbahn bis zur Straßenmitte verantwortlich.

Wasserzähler

Bei den vorhergesagten frostigen Temperaturen raten die Stadtwerke Hamm alles Hausbesitzer, ihre Wasserversorgung einem Winter-Check zu unterziehen. Der Tipp der Stadtwerke: Rechtzeitig den Wasserzähler warm in eine Decke einpacken und Kellerfenster schließen, damit Kellerräume nicht zu stark auskühlen. Wenn es bei Wasserzählern zu Frostschäden kommt, muss der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke ausrücken und den Wasserzähler auswechseln. Das kann teuer werden. Die Kosten für die Auswechslung des Wasserzählers müssen in so einem Fall Hausbesitzer selbst tragen.

Trinkwasserleitungen

Trinkwasserleitungen sind auch bei extremer Kälte grundsätzlich nicht gefährdet. Zum einen sind die Versorgungsleitungen ausreichend tief verlegt (in der so genannten frostsicheren Zone, also 80 bis 100 Zentimeter tief), zum anderen fließt das Wasser ständig in den Leitungen, sodass ein Gefrieren des Wassers generell nicht möglich ist. „Lediglich in Einzelfällen kann es zu Schäden an den Wasserleitungen durch frostbedingte Bodenbewegungen kommen“ heißt es von den Stadtwerken.

Winterfahrplan

Glatte Straßen und erheblicher Schneefall können auch Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr haben. Das betrifft häufig Straßen in den Außenbezirken. Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer nur langsam fortbewegen können, stecken auch die Busse im „Winterstau“. Die Stadtwerke raten den Fahrgästen, sich rechtzeitig mit der jeweiligen Situation vertraut zu machen.

Auf der Seite „Verkehr“ der Homepage der Stadtwerke Hamm gibt es einen Winter-Notfall-Fahrplan, der über mögliche Änderungen informiert, wenn entsprechende Straßen nicht angefahren können.

Rubriklistenbild: © Mantler

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