Sonderpreis für Projekt mit HSHL

EVK setzt auf Virtual Reality - Ablenkung für Schwerverletzte

Während die Hand verarztet wird, ist die junge Patientin mit den Gedanken ganz woanders.
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Brille auf und abtauchen in fremde Welten: Während die Hand verarztet wird, ist die junge Patientin mit den Gedanken ganz woanders.

Virtuelle Realität gegen Schmerzen bei der Behandlung von schwer brandverletzten Kindern: Mit diesem Projekt hat das Evangelische Krankenhaus Hamm (EVK) in Kooperation mit der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) den Sonderpreis des Digital Leader Awards gewonnen.

Hamm – Unter der Leitung von Bastian Stockhausen, IT-Bereichsleiter der Valeo-Kliniken, Dr. med. Markus Palta, Facharzt für Kinder- und Jugendchirurgie, und Prof. Dr. Gregor Hohenberg, Leiter der Stabsstelle für Digitalisierung und Wissensmanagement an der HSHL, wurde das Projekt umgesetzt.

Bereits seit zwei Jahren beschäftigen sich die beiden Einrichtungen mit der virtuellen Realität bei Behandlung verletzter Kinder. Die Idee dahinter ist eine relativ simple: Während der Behandlung setzen die Kinder eine VR-Brille auf und spielen oder schauen einen Film.

Im Idealfall befinden sie sich dabei in einer kühlenden virtuellen Umgebung. Zum einen werden die behandelten Kinder durch dieses Vorgehen massiv abgelenkt, zum anderen wird vermutet, dass durch das Spielen die Nervenbahnen der Patienten schon so weit besetzt sind, dass der Schmerz der Behandlung gar nicht mehr oder kaum noch wahrgenommen wird.

Die Auszeichnung

Der Digital Leader Award von „Computerwoche“ und dem CIO-Magazin zeichnet seit sechs Jahren jährlich branchenübergreifende innovative und herausragende Digitalisierungsprojekte und die dahinterstehenden Teams aus. So konnten sich neben großen Unternehmen wie der Bayer AG, der ERGO Gruppe und der Pfizer Deutschland GmbH auch das EVK und die HSHL, vertreten durch Bastian Stockhausen, Dr. Markus Palta und Annalena Stolte, Masterandin der HSHL, über die Auszeichnung bei der digitalen Winners Night freuen.

Das Resultat: Die meisten Kinder gehen wesentlich positiver aus der Behandlung heraus und auch die Gabe von Schmerzmitteln konnte letztlich deutlich reduziert werden. - WA

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