Stadt räumt Fehlverhalten ein

Kontrolleur parkt Geh- und Radweg zu: Anwohner zeigen Raser-Jäger die rote Karte

Parken einmal anders: Ausgerechnet ein Fahrzeug der Stadt Hamm wurde bei einer Tempomessung in Pelkum verkehrswidrig abgestellt.
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Parken einmal anders: Ausgerechnet ein Fahrzeug der Stadt wurde bei einer Tempomessung verkehrswidrig abgestellt.

Jeden Tag machen tausende Autofahrer – oft auch unliebsame – „Bekanntschaft“ mit den Blitzern von Polizei und Stadt. Ein Fahrzeug ist in Hamm jetzt selbst ins Visier von Anwohnern geraten, weil es verkehrswidrig abgestellt war. Das hat auch die Stadt kleinlaut zugegeben.

  • Ein Raser-Jäger ist in Hamm selbst zum Verkehrssünder geworden.
  • Der Kontrolleur parkte Radweg und Bürgersteig zu.
  • Nun äußert sich die Stadt zum verkehrswidrig abgestellten Blitzer.

Wiescherhöfen – „Tatort“ war am vorigen Freitag die Große Werlstraße, wo ein Stadtmitarbeiter das Messgerät in Höhe der Moltkestraße positioniert hatte. Sein Fahrzeug hatte er in der nahe gelegenen Virchowstraße abgestellt – entgegengesetzt der Fahrtrichtung und auf dem Geh- und Radweg. „Die Kontrolle ist okay, aber das verkehrswidrige Verhalten des Kontrolleurs ist nicht korrekt“, ärgerte sich ein Leser. Es sollte geahndet werden, zumal direkt nebenan eine freie Parkfläche zur Verfügung stand.

„Wenn die Stadt sich als Vorbild sieht, sollte sie sich auch so verhalten“, so sein Fazit. Doch durch solche Aktionen animiere sie andere zum Nachahmen.

Und was sagt die Stadt dazu? Sprecher Lukas Huster betonte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es für städtische Fahrzeuge zwar grundsätzlich eine Ausnahme gebe und sie beispielsweise auf Fuß- und Radwegen oder im eingeschränkten Halteverbot parken könnten. Allerdings dürften sie nicht entgegengesetzt der Fahrbahn stehen und auch keine Fußgänger und Radfahrer behindern. Doch genau das ist auf der Virchowstraße passiert.

Kontrolleur parkt Geh- und Radweg zu: Senioren, Rollstuhlfahrer und Eltern müssen auf Straße ausweichen

Das städtische Fahrzeug war auf der falschen Straßenseite und so dicht am benachbarten Grundstück abgestellt, dass Fußgänger, geschweige denn Mütter und Väter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollatoren die Engstelle nicht passieren konnten und sie folglich auf die Fahrbahn ausweichen mussten. Das Verhalten des Fahrers sei nicht korrekt gewesen, so der Stadtsprecher.

Übrigens: Die Autofahrer auf der Großen Werlstraße haben sich während der Tempomessung vorbildlich verhalten. Rund 200 Fahrzeuge passierten die Messstelle. Geblitzt wurde im Tempo-50-Bereich keiner...

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