Räuber und Gewalttäter

Hinterhältige Attacke: Komplizin sagt gegen Angeklagten aus

Justitia
+
Der Prozess gegen den mutmaßlichen Räuber und Gewalttäter wird vor dem Dortmunder Landgericht geführt.

Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Räuber und Gewalttäter aus Bockum-Hövel hat vor dem Dortmunder Landgericht eine mutmaßliche Komplizin des Angeklagten ausgesagt. Der Inhalt wird dem 35-Jährigen nicht wirklich gefallen haben.

Dortmund/Hamm - Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten nicht nur vor, im Herbst 2020 zwei zehnjährige Mädchen auf offener Straße beraubt zu haben. Nachdem er den Kindern ihre Smartphones aus den Händen gerissen haben soll, soll er eines sogar noch mit einer täuschend echt aussehenden Waffe bedroht haben. Darüber hinaus geht es in dem Prozess auch um einen Überfall auf einen erwachsenen Mann in dessen Wohnung in Bockum-Hövel. Dass der 35-Jährige an dieser Tat beteiligt war, bestätigte am Mittwoch eine seiner Bekannten als Zeugin. „Wir haben das zu Dritt gemacht“, sagte sie, räumte aber ein: „Es war nicht seine Idee. Er wurde eigentlich so ein bisschen in die Sache hereingezogen.“

Dritter im Bunde als treibende Kraft

Treibende Kraft hinter dem Überfall soll der Dritte im Bunde gewesen sein. Der habe gewusst, dass bei dem Opfer Geld zu holen sei. Und der habe schließlich den Tatplan ausgeheckt. Die 18-jährige Bekannte sollte den älteren Erwachsenen mit Kurznachrichten und anzüglichen Bildern „anmachen“ und zu einem Treffen in der Wohnung des Mannes überreden. So sei es gekommen, sagte die Zeugin. Sie habe den älteren Mann getroffen und in einem unbeobachteten Moment die Tür aufgemacht, um den Angeklagten und den Dritten reinzulassen.

Das Opfer wurde bei dem hinterhältigen Überfall geschlagen und getreten. „Es ging alles sehr schnell“, sagte der Mann am Mittwoch vor dem Landgericht aus. Er habe im ersten Moment nicht daran gedacht, dass sein weiblicher Besuch etwas mit der Tat zu tun haben könnte. „Dann fand ich es aber schon sehr auffällig, dass sie während der ganzen Sache seelenruhig auf der Couch sitzen blieb und sich alles genau angeguckt hat.“ Bei der Attacke erlitt das Opfer eine Gehirnerschütterung, die einen Krankenhausaufenthalt nötig machte. Inzwischen sind die körperlichen Folgen des Überfalls vollständig ausgeheilt. Der Prozess wird fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare