Entscheidungen über Oberbürgermeister und Stadtrat

Briefwahlrekord bei Kommunalwahl in Hamm erwartet - Letzte Infos für Sie

Spannend wie bei einer Fußball-WM: So sah die Wahlparty 2014 in Hamm aus.
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Spannend wie bei einer Fußball-WM: So sah die Wahlparty 2014 aus.

137.800 Hammer haben es an diesem Sonntag in der Hand, mit ihrer Stimme die kommunalpolitischen Weichen für die kommenden fünf Jahre zu stellen. Es könnte wirklich spannend werden.

Hamm - Zur Wahl stehen der Oberbürgermeister, der Rat und die sieben Bezirksvertretungen. Die politischen Lager in Hamm rechnen mit einem der spannendsten Wahlabende, seit Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann im Jahr 1999 ins Amt kam. Das Wählerinteresse scheint ebenfalls groß zu sein: Allein 32.500 Wahlberechtigte haben Briefwahlunterlagen angefordert – 11.000 mehr als vor sechs Jahren. Damals gaben nur 51,5 Prozent der Wahlberechtigten (70.700) ihre Stimmen ab. Ein Überblick:

Kommunalwahl in Hamm: OB-Wahl eine enge Kiste?

Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) ist dienstältester Oberbürgermeister in Nordrhein-Westfalen und will eine fünfte Amtszeit erreichen. Dafür wären am Sonntag mehr als 50 Prozent der Stimmen nötig. Er tritt dieses Mal gegen neun Mitbewerber an, von denen Marc Herter (SPD) als mit Abstand stärkster Konkurrent einzustufen ist. Vor sechs Jahren erreichte Hunsteger-Petermann 56,3 Prozent der Stimmen, sein damaliger Herausforderer Dennis Kocker (SPD) kam auf 29,9 Prozent. Spannend wird am Sonntag insbesondere sein, wie Grünen-Kandidatin Arnela Sacic abschneiden wird. Sollte am Ende keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit erreichen, wird in 14 Tagen eine Stichwahl zwischen den beiden stärksten Kandidaten erfolgen.

Bei der Wahl des Rates wird sich entscheiden, ob die große Koalition aus CDU und SPD weiter am Ruder bleibt oder nicht andere Konstellationen zum Tragen kommen. Spannend wird auch sein, welche Rolle die AfD in Hamm spielt und wie die Wählergruppe „Pro Hamm“ abschneiden wird. In den Bezirksvertretungen werden mehrfach enge Entscheidungen und Stimmenverlagerungen erwartet.

Kommunalwahl in Hamm: Das ist der Zeitplan

Die 137 Wahllokale in Hamm haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. 1200 Wahlhelfer werden im Einsatz sein und unmittelbar nach der Schließung mit der Auszählung beginnen. Als erstes wird die Oberbürgermeisterwahl ausgezählt, danach kommen Rat und Bezirksvertretungen an die Reihe.

Das vorläufige Endergebnis der OB-Wahl werde vermutlich zwischen 20 und 21 Uhr vorliegen, hieß es aus dem Rathaus.

Die Ergebnisse von Rat- und Bezirksvertretungswahl würden wahrscheinlich zwischen 22 und 23 Uhr feststehen.

Kommunalwahl in Hamm: Rekordbeteiligung bei Briefwahl

Da 32.500 Briefwahlunterlagen angefordert wurden, ist mit einer neuen Rekordbeteiligung unter den Briefwählern zu rechnen. Die Online-Beantragung wurde am Donnerstag eingestellt. Die letzten Unterlagen wurden nicht mehr per Post, sondern per Boten zugestellt. Für all diejenigen, die ihre Briefwahlunterlagen nicht mehr rechtzeitig per Post zurückschicken können, gilt Folgendes: Die Unterlagen können am Sonntag bis 18 Uhr in den Briefkasten am Rathaus-Haupteingang eingeworfen werden.

37 Briefwahlbezirke gibt es in Hamm, und auch hier beginnt die Auszählung am Sonntag um 18 Uhr. 222 Personen – Wahlvorsteher und Beisitzer – übernehmen das. Ausgezählt wird in der Friedensschule. Wahlbenachrichtigungen und eidesstattliche Versicherungen werden dabei kontrolliert und archiviert. Weil rund 800 Stimmzettel bei der OB-Wahl aussortiert werden müssen, wird das Ergebnis erst relativ spät am Abend vorliegen.

WA.de berichtet aktuell

Das Wahlteam der WA-Redaktion berichtet ab dem späten Sonntagnachmittag hier auf WA.de fortlaufend aktuell von der Kommunalwahl 2020. Mit einem Klick auf diesen Link gelangen Sie direkt auf den Liveticker.

Kommunalwahl in Hamm: Wahlparty für alle im Kurhaus

Die Wahlparty findet dieses Mal Corona-bedingt ab 17 Uhr am Kurhaus statt, alle Bürgerinnen und Bürger sind willkommen. Im großen Saal und im Außenbereich werden die Ergebnisse der Auszählung auf Monitoren angezeigt. Die Lippewelle und die Stadt-Pressestelle moderieren. 300 Personen dürfen gleichzeitig in den Saal; es gilt die Maskenpflicht. Es gibt einen Grill- und Getränkestand.

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