Kommunalwahlen enden seit 1994 knapp

Darum ist Heessen der „Swing State“ unter den Hammer Bezirken

Amtshaus Heessen, sanierter Sitzungssaal, Bezirksvertretung
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Hier tagt die Bezirksvertretung – im Sitzungssaal des frisch sanierten Schmuckstücks Heessens, dem Amtshaus.

Heessen ist der „Swing State“ unter den Hammer Bezirken. Knapp war es hier immer seit der Kommunalwahl 1994. Und es gab einen Trend: Während die SPD im einst „roten Heessen“ von 1994 bis 2009 stets verlor, legte die CDU zu – 2014 aber lief es umgekehrt. Und wie wird es diesmal?

Heessen – Was für Zahlen: 46 Prozent für die SPD, über 40 Prozent für die CDU – das war das Ergebnis bei der Wahl zur Bezirksvertretung 1994. Vor 26 Jahren schafften gerade mal drei Parteien den Einzug, die Grünen holten mit 6,6 Prozent einen Sitz. Futsch war die absolute Mehrheit der SPD, die sie seit der kommunalen Neuordnung gehalten hatte. Die Wahlergebnisse der SPD gingen im Bezirk bei den Wahlen 1994, 1999, 2004 und 2009 – da waren es noch 32,3 Prozent – stets zurück.

Nach vier „schwarzen“ Bezirksvorstehern zuletzt eine „rote“

Einen roten Bezirksvorsteher gab 1994 es mit Erich Polkaehn dennoch. Ihm folgte noch während der Legislaturperiode Manfred Günther – aber nur bis zur 99er-Wahl, als die CDU erfolgreich Brigitte Nillies ins Rennen schickte. Bis 2014 mussten die Heessener Genossen warten, dann holte sich Erzina Brennecke das Amt. In der Zwischenzeit hatten nach Nillies Uwe Hinkmann, Silvia Jörrißen und Heinrich Klockenbusch das Sagen – und letzterer geht mit Brennecke in den Wettbewerb um die kommenden Jahre.

Gemeinsam in der großen Koalition haben die beiden mit ihren 17 Kollegen in der BV 32 Sitzungen erlebt, in denen sie 42 Beschlüsse fassten, 99 Anfragen stellten die Bezirksvertreter – von der Anfrage 0039 aus dem Jahr 2014, bei der es um Ruhestörungen in Dasbeck nahe der Skateranlage geht, bis zur Anfrage 1213 aus dem Jahr 2020, die sich mit dem Endausbau der Kurzen Brede beschäftigt.

Millionen für die Schulen und die Heessener Mitte

In den vergangenen Jahren befasste sich die Bezirksvertretung mit Millionenbeträgen, die in die Schulen des Bezirks flossen, von der Karlschule im Hammer Norden bis zur Realschule im Herzen Heessens. Allein in die Martin-Luther-Schule floss ein siebenstelliger Betrag.

Das Projekt der jetzt ablaufenden Legislaturperiode schlechthin war die Sanierung des Amtshauses und anschließend die noch laufende Sanierung und Umgestaltung des Heessener Markts. Das Amtshausprojekt kostete 2,5 Millionen Euro, das Markt-Projekt 1,9 Millionen. Darauf schauten die Heessener noch mehr als auf das dritte Großprojekt: Den Umbau und die Neukonzeption des Jugendzentrums Bockelweg in ein Stadtteilzentrum für 1,2 Millionen Euro.

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