Himmelsschauspiel

Komet „Neowise“ am Hammer Nachthimmel: So ist er am besten zu sehen

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Gut sichtbar ist der lange Schweif des Kometen über den Kühltürmen des Kraftwerks in Uentrop.

Hamm - Ein seltenes Himmelsschauspiel ist in diesen Tagen am Himmel über Hamm zu sehen. Der Komet C/2020 F3 Neowise, der erst im März entdeckt wurde, ist bei klarem Himmel sogar mit bloßem Auge zu erkennen.

Wer in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden den Himmel beobachtet hat, wird ihn womöglich schon gesehen haben: Komet C/2020 F3 Neowise. Der etwa fünf Kilometer langen Brocken aus Staub und Eis zieht derzeit in rund 100 Millionen Kilometern Entfernung an der der Erde vorbei und ist mit seinem langen Schweif auch für ungeübte Sternengucker gut zu sehen.

Die besten Zeiten, um den All-Reisenden zu beobachten, sind die Stunden nach Mitternacht bis etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang - also etwa zwischen 0.30 Uhr und 4.30 Uhr. Aber auch für Langschläfer und Frühschläfer gibt es die Chance, einen Blick auf "Neowise" zu erhaschen.

Komet "Neowise": Lichtverschmutzung trübt Aussichten

Schon vor Mitternacht ist der Komet am nordöstlichen Nachthimmel mit ein bisschen Glück zu sehen - vorausgesetzt, der Himmel ist wolkenfrei. Ebenfalls wichtig: Die Lichtverschmutzung darf nicht zu hoch und die Sicht muss frei sein. Wer also eine Straßenlaterne, Nachbars Dach oder große Bäume direkt vor der Nase hat, dürfte enttäuscht werden.

Beste Sicht bieten leichte Erhöhungen außerhalb der Innenstadtbereiche. Von dort aus hat auch der Hammer Fotograf und Lichtkünstler Olaf Kerber "Neowise" fotografiert. Kerber entschied sich auf einer Autobahnfahrt spontan zu einem "Boxenstopp" am Dinker Berg und knipste den beeindruckenden Kometen kurz nach Mitternacht mit Blick in Richtung Kraftwerk in Uentrop.

Komet "Neowise": Gute Chancen bis 23. Juli

Der Komet wird der Erde auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Sonne am 23. Juli am nächsten sein. Dann also ist die Chance besonders hoch, einen guten Blick auf "Neowise" zu erhaschen oder ihn zu fotografieren.

Die Wetteraussichten für die kommenden Tagen geben Anlass zur Hoffnung. Bis auf Donnerstag und Sonntag sind an jedem Tag wenige Wolken vorausgesagt. Ein Blick gen Nachthimmel lohnt sich also.

Bis Ende Juli entfernt sich "Neowise" dann wieder nach und nach und wird Berechnungen von Wissenschaftlern zufolge das nächste Mal erst im Jahr 8845 so gut zu sehen sein. Wer ihn dann noch erblicken kann, steht noch in den Sternen.

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