Messer, Schlagstock, Bargeld sichergestellt

Personen festgenommen: Polizei Hamm findet Kokain im Wert von 20.000 Euro - Hanfzüchter zufällig entdeckt

Kokain-Haufen
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Sechs Personen aus Hamm wird vorgeworfen, mit Kokain gehandelt zu haben. Ein weiterer Mann landete wegen junger Marihuana-Pflanzen im Gewahrsam.

Die Hammer Polizei hat nach umfangreichen Ermittlungen sechs Personen festgenommen, die des gewerbsmäßigen Kokain-Handels verdächtigt werden. Die Beamten fanden Drogen im Wert von 20.000 Euro.

Hamm - Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei in Hamm wurden am Dienstag insgesamt sechs Personen festgenommen. Fünf Männer (31, 26, 23, 22 und 20 Jahre alt) und eine 29-jährige Frau stehen in dem Verdacht, gewerbsmäßig mit Kokain gehandelt zu haben - und das nicht in geringen Mengen.

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.111 (2019)

Die Ermittler durchsuchten daher nach Angaben der Polizei mehrere Wohnungen im Hammer Norden. Die Wohnungen lagen in drei verschiedenen Straßen; drei der Wohnungen befanden sich in einem Mehrfamilienhaus. 

Kokain-Fund in Hamm: Drei Männer müssen in Untersuchungshaft

Insgesamt wurden - neben dealertypischen Utensilien - Betäubungsmittel mit einem Marktwert von etwa 20.000 Euro gefunden und beschlagnahmt. Die Drogen waren in mehreren Wohnungen verteilt. Es handelt sich in erster Linie um Kokain; eine kleinere Menge Marihuana war auch dabei. Darüber hinaus stellten die Beamten Bargeld, einen Teleskopschlagstock sowie ein Messer sicher.

Drei der Männer (31, 26 und 23 Jahre) wurden am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der jeweils Untersuchungshaftbefehle erließ. Die 29-Jährige sowie die 20 und 22 Jahre alten Männer wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Beschuldigten sind überwiegend Deutsche; einer ist Türke. Bei der Festnahme wurde kein Widerstand geleistet. Ein SEK war nicht im Einsatz.

Die Ermittlungen zu den Hintermännern und den Vertriebswegen laufen noch.

Marihuana-Züchter leistet Widerstand und muss ins Gewahrsam

Mit der Festnahme der mutmaßlichen Kokain-Dealer war der Einsatz der Polizei aber noch nicht beendet: Der Geruch von Marihuana führte die Polizisten während ihrer Durchsuchungen zu einer weiteren Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

Dessen 33-jähriger Bewohner stand ursprünglich gar nicht im Fokus der Ermittler. Nachdem das Amtsgericht Hamm auf Antrag der Staatsanwaltschaft auch hier eine Durchsuchung anordnete, fanden die Einsatzkräfte in einer Nische der Wohnung ein Indoor-Gewächshaus mit mehreren, jungen Marihuanapflanzen. Das Gewächshaus befand sich hinter einem Vorhang.

Zuvor zeigte sich der 33-jährige Deutsch-Russe aggressiv, leistete aktiv Widerstand und wollte den Beamten den Zutritt verwehren. Er wurde gefesselt, in das Polizeigewahrsam gebracht und nach Abschluss der Maßnahmen entlassen.

Ihn erwarten nun Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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