Kohlenmonoxidunfall: Montage-Fehler löste Unglück aus

HAMM - Zwei Monate nach dem tödlichen Kohlenmonoxidunfall in Bockum-Hövel, bei dem zwei 18 und 20 Jahre alte Brüder ums Leben kamen und fünf Familienangehörige schwer verletzt wurden, herrscht zumindest Klarheit über die Unglücksursache.

Ausgelöst wurde das Drama durch einen Montage-Fehler an der Heizungsanlage, teilte Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel am Mittwoch mit.

Ein entsprechendes Gutachten eines Sachverständigen liege nunmehr vor; dieser Experte komme zu dem

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Schluss, dass die Gasheizung nicht ordnungsgemäß installiert worden sei. Für Polizei und Staatsanwaltschaft sei der Fall damit aber noch nicht abgeschlossen. „Derzeit wird untersucht, ob jemand strafrechtlich dafür zur Verantwortung zu ziehen ist“, sagte die Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Wie lange sich die Untersuchungen noch hinziehen werden, sei unklar.

Wie berichtet, war das Unglück am Abend des 8. Februar von Freunden eines der Opfer entdeckt worden. Die beiden Jugendlichen hatten sich Sorgen gemacht und das Haus an der Eckenerstraße hell erleuchtet vorgefunden. Als auf ihr Klopfen und Schellen nicht reagiert wurde, hatten sie die Polizei verständigt. Zunächst hatten die Beamten den Notruf nicht ernst genommen. Erst ein zweiter Notruf der beiden führte zu dem Rettungseinsatz, bei dem mehrere Feuerwehrleute und Polizisten ebenfalls Vergiftungserscheinungen davontrugen. - fl

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