Öffentliche Sicherheit

KOD wird aufgestockt: „Natürlich brauchen wir mehr Kollegen auf der Straße“

Kommunaler Ordnungsdienst KOD in der Stadt Hamm Symbolbild
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Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sollen in Hamm die Einhaltung der verschärften Corona-Regeln kontrollieren.

Der Kommunale Ordnungsdienst soll in Hamm deutlich aufgestockt werden.

Hamm - Bis zum Jahr 2022 soll die Zahl der Mitarbeiter von aktuell 19 auf 49 erhöht werden. Der Rat der Stadt wird über das 600.000 Euro teure Personalpaket in seiner Sitzung am 23. März entscheiden. Oberbürgermeister Marc Herter und Rechtsdezernent Jörg Mösgen stellten die Planungen am Dienstagvormittag in einer Videokonferenz vor.

KOD-Aufstockung: Orientierung an Bezirke-System der Polizei

„Natürlich brauchen wir mehr Kollegen auf der Straße“, sagte der Oberbürgermeister. Die Arbeit des KOD sei in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden. Es gehe mittlerweile um weit mehr als die Kontrolle und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten. Bei dem neuen Konzept habe man sich „ein bisschen“ an der Polizei und deren System der Bezirksbeamten orientiert. Auch der KOD werde künftig in den Stadtbezirken mit Teams unterwegs sein. Bereits ab dem 1. April wird der KOD durch zehn weitere neue Mitarbeiter verstärkt. Auch sie sollen den Löwentanteil ihrer Arbeitszeit draußen auf der Straße verbringen und in das Bezirkesystem ins Rollen bringen. Ein Zwei-Schicht-System ist angedacht, die Kontrolle und Einteilung erfolgt weiterhin zentral im Hammer Rathaus/Ordnungsamt und nicht durch die Bezirksbürgermeister.

Weitere Mitarbeiter bis zum Frühjahr 2022

In der zweiten Jahreshälfte und im Frühjahr 2022 sollen jeweils bis zu sieben zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden. Diese Einstellungen sollen über das Sozialgesetzbuch II gefördert werden.

„Wir sehen den KOD auf der Straße nicht allein“, so Herter weiter. Eine Vernetzung mit der Sozial- und Jugendarbeit vor Ort sei Teil des Programms. Ebenso werde die Stadt ein eigenes Curriculum für die Qualifizierung der neuen Kräfte erarbeiten. Eigentlich wäre es Sache des Landes gewesen, Standards hierfür zu entwickeln. Seit Jahren geschehe dies aber nicht. „Wir machen uns jetzt selbst auf den Weg“, so Herter.

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