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„KlimaAgentur“ berät Bürger für besseres Stadtklima

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Von: Frank Osiewacz

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Start des Beratungsangebots der „KlimaAgentur“ in Hamm: Klima- und Umweltdezernent Volker Burgard, Berater Bernd Winterseel und Agentur-Leiter Manfred Rauschen (von links) im Büro im Stadtwerkehaus.
Start des Beratungsangebots der „KlimaAgentur“ in Hamm: Klima- und Umweltdezernent Volker Burgard, Berater Bernd Winterseel und Agentur-Leiter Manfred Rauschen (von links) im Büro im Stadtwerkehaus. © Andreas Rother

Ab sofort können sich Bürger von der „Klima- Agentur“ der Stadt Hamm an zwei Tagen in der Woche persönlich zu Themen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit beraten lassen. Die Stadt will bis 2035 klimaneutral werden.

Hamm – Das Beratungsbüro befindet sich im Stadtwerkehaus am Südring. Mit dem Start des Beratungsangebots wird ein zentraler Baustein der Arbeit der „KlimaAgentur“ umgesetzt. Die Stadt Hamm ist neben Bonn nach eigenen Angaben die einzige in NRW mit einer kommunalen „KlimaAgentur“. „Darum beneiden uns andere Städte“, sagte Klimadezernent Volker Burgard im offiziellen Teil.

Zentrale Felder der Beratung sind Photovoltaik, der Neubau und die energetische Sanierung von Gebäuden, der Austausch von Heizungen, Elektromobilität und der Umstieg auf Fahrrad und ÖPNV. Dafür stehen im Wechsel sechs Berater des Öko-Zentrums (Energie) und drei Berater von B.A.U.M. Consult (Mobilität) zur Verfügung.

Photovoltaik ein beherrschendes Thema

Zum Auftakt war Photovoltaik das beherrschende Thema. „Hier gibt es hohen Beratungsbedarf“, sagte Manfred Rauschen, Geschäftsführer des Öko-Zentrums und Leiter der „KlimaAgentur“. „Die Menschen beschäftigen sich zunehmend mit der Frage, ob und wie sie in der Stromerzeugung weitgehend autark werden können.“

Dabei leistet die neue Beratungsstelle eine Initialberatung. Sie baut den Interessenten keine Anlage aufs Dach, sondern gibt Hilfestellung auf dem Weg dorthin. „Zum Beispiel in der Frage, wo ich die richtigen Partner dafür finde, welche Fördermöglichkeiten es gibt oder ob meine Immobilie dafür geeignet ist“, sagt Rauschen. Die weiteren Schritte bleiben dann den Fachleuten überlassen.

„Erstberatung zuletzt stark eingebrochen“

Man werde keinem Gebäudeenergieberater oder Dachdecker Arbeit und Kunden wegnehmen. Im Gegenteil: Rauschen sieht die Beratung als „wirtschaftsfördernde Hilfe“. „Wir brauchen dieses Angebot. Erstberatung ist zuletzt stark eingebrochen“, so der Agentur-Leiter. Auch in den Bereichen der energetischen Gebäudesanierung, des Heizungstausches und der Abkehr von fossilen Energieträgern sowie für das breite Thema der alternativen Mobilität herrsche Bedarf.

Das Öko-Zentrum und B.A.U.M. Consult hatten im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die inhaltliche Ausgestaltung der Agentur bekommen. Ihre Arbeit aufgenommen hat sie im vergangenen November. Getragen wird die Agentur im Verbund von Stadt und Stadtwerken.

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