Kletterpark wieder am Start - ohne Tests, aber mit neuen Geräten

Mit der Seilrutsche sausen die Kletterpark-Gäste durch die Wipfel.
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Uuuund – Abflug! Mit der Seilrutsche sausen die Kletterpark-Gäste durch die Wipfel.

Nach dem langen Lockdown startet auch der Kletterpark am Tierpark in Hamm wieder durch. „Wir haben viele Elemente erneuert“, verspricht der Chef. Und: Der Besuch ist aktuell ohne Corona-Test möglich.

Hamm - Einfach mal wieder auf einen Baum zu klettern – auch das war während des Lockdowns höchstens im eigenen Garten möglich. Im Kletterpark wagen sich nun wieder Kinder wie Erwachsene in schwindelerregende Höhen. Sehr zur Freude von Geschäftsleiter Norman Graudenz, der einen zweiten Kletterpark in Soest betreibt. WA.de hat mit ihm gesprochen.

Wie sind Sie und Ihr Team durch den Lockdown gekommen? Gibt es Unterschiede zwischen den Betrieben in Soest und Hamm?
Es war natürlich eine schwierige Zeit, weil man nicht absehen konnte, wann wir wieder öffnen dürfen. Wir sind froh, dass wir unseren Gästen das Klettern auf den Bäumen jetzt wieder ermöglichen können. Beide Kletterparks haben auf jeden Fall ihre Highlights. In Hamm gibt es mehr Kletterstationen und in Soest dafür einen Mega-Flying-Fox, das ist eine riesige Seilrutsche, die quer über den Stadtpark führt.
In der Zwangspause haben Sie Behelfsmasken gestaltet und unter dem Lable Graudenz Fashion angeboten. Wie kam es dazu?
In der Zeit, als es kaum Mund- und Nasenmasken auf dem Markt gab, also im ersten Lockdown 2020, habe ich mich dazu entschlossen, Hilfe bei der Beschaffung von Behelfsmasken zu leisten, bis wieder genügend Masken auf dem Markt angeboten werden können. Wir haben zu der Zeit viele Apotheken regelmäßig beliefert. Als dann genügend Masken auf dem deutschen Markt erhältlich waren, habe ich meine Aufgabe als erfüllt angesehen und habe keine Masken mehr produzieren lassen. Das war schon, bevor die medizinischen Masken verlangt wurden.
Ist das Team, mit dem Sie jetzt im Kletterpark gestartet sind, noch das alte?
Unser Team in Hamm besteht aus circa 15 Klettertrainern, die überwiegend schon seit vielen Jahren bei uns arbeiten. Es gibt allgemein kaum Personalveränderung, da das Team zusammengewachsen ist und alle gerne im Kletterpark arbeiten.
Gibt es Neuerungen?
Wir haben die Zeit des Lockdowns genutzt und viele Kletterelemente erneuert und an anderen Stellen neue eingebaut. Für unsere Gäste haben wir teils neue Leihgurte und Helme angeschafft. Des Weiteren haben wir alle Bäume durch einen Baumgutachter kontrollieren lassen, Baumpflegearbeiten wurden durchgeführt und natürlich haben wir eine Tüv-Abnahme durch einen Sachverständigen machen lassen.
Zwischenzeitlich hatte es Kritik gegeben, weil durch Anbringungen Baumschäden drohten ...
Die Befestigungen beziehungsweise Anbringungen sind damals sofort angepasst worden und werden weiterhin regelmäßig in allen Parks angepasst. Da die Bäume wachsen, gehören die Anpassungen zu den regelmäßig wiederkehrenden Wartungsmaßnahmen.
Wie ist das Geschäft angelaufen?
Das Geschäft ist in den ersten Tagen langsam angelaufen, aber die Steigerung von Tag zu Tag ist erkennbar, da jetzt immer mehr Gäste wissen, dass der Kletterpark wieder geöffnet hat.
Welche Fragen stellen die Kunden denn derzeit am häufigsten?
Platz 1: „Habt Ihr wieder geöffnet?“, Platz 2: „Ist ein negativer Coronatest notwendig?“, und Platz 3: „Wird ein Termin benötigt?“ Antworten gibt es auf www.kletterpark-hamm.de.

Was Sie vor einem Besuch noch wissen müssen: Das auf der Homepage als Download zu findende Anmeldeformular sollte ausgefüllt mitgebracht werden. Man kann ohne Anmeldung klettern, aber Gruppen ab zehn Personen sollten reservieren. Ein Corona-Test ist nicht mehr erforderlich. Auf dem Gelände wird Maske getragen, beim Klettern nicht, wenn man 1,5 Meter Abstand einhält. Helme werden kostenlos ausgeliehen, aber es muss darunter eine Kopfbedeckung (beispielsweise ein Multifunktionstuch) getragen werden. Wer Handschuhe leiht, zieht Einweghandschuhe drunter. Es ist mit Wartezeiten zu rechnen und ausschließlich Barzahlung möglich. Weitere Regeln gibt es online. Fehlen Utensilien können vor Ort gekauft werden.

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