Klare Kante nach Überfall auf Bäcker: Täter komplett zugedröhnt

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Diese Bäckerei hat der Angeklagte gleich zweimal überfallen.

Hamm/Dortmund - Ein 45-jähriger Räuber aus dem Hammer Süden mit auffälligem Pferdeschwanz hat reinen Tisch gemacht.

„Ja, ich habe die Bäckerei zwei Mal überfallen“, sagte er am zweiten Verhandlungstag. An viel mehr aber könne er sich nicht erinnern; er sei damals zugedröhnt gewesen mit Heroin und Kokain. „Ich war in einer Ausnahmesituation, stand vor der Trennung und brauchte Geld für Drogen“, erklärte der sichtlich von seiner Sucht gezeichnete Mann seine damalige verheerende Verfassung.

„Das war ja nicht sonderlich clever“, kommentierte der Vorsitzende Richter Dirk Kienitz das törichte Vorgehen des zweifachen Räubers. Er hatte am 6. Juni sowie am 10. Juni die Bäckerei Wünsche an der Sedanstraße in seiner Nachbarschaft überfallen, wohnte selbst wenige Hausnummern entfernt.

Bei den Überfällen erbeutete der mit einer Spielzeugpistole bewaffnete und maskierte Mann insgesamt 220 Euro. „Das war schon eine beklemmende Situation, ich wusste nicht, ob die Waffe nun echt war oder nicht“, erinnerte sich das erste Raubopfer an das Tatgeschehen.

Schreckensmomente für Verkäuferin

„Der war so hibbelig, fuchtelte mit seiner Waffe rum und schrie, dass er noch mehr wolle“, schilderte die Verkäuferin die Schreckensmomente. „Aber ich bin weiter arbeiten gegangen, habe das Ganze überwunden.“

Die kleinlaut und leise vorgetragene Entschuldigung des Angeklagten nahm die 61-Jährige schulterzuckend zur Kenntnis. Am Montag wird ihre Arbeitskollegin, die wenige Tage später überfallen worden war, als Tatzeugin gehört.

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