„Kitas keine Hotspots“: Doch woher kommen die vielen Infizierten in Hamm?!

Mit Ausnahme zweier Tage steigen die Corona-Infektionszahlen in Hamm nun seit dem 11. April in atemberaubendem Tempo an. Doch woher kommen all diese Betroffenen? Lassen sich Hotspots bestimmen?

Hamm – Fast um das Zweieinhalbfache stieg die Zahl der Corona-Infizierten in Hamm auf nunmehr 1032 Infizierte (Mittwochnachmittag). Abseits von mehr Testungen – hier insbesondere Schnelltests – und nicht ausreichend eingeschränkten Kontakten fallen die Erklärungen der Stadt für diesen immensen Anstieg noch immer mau aus. (News zum Coronavirus in Hamm)

Weiterhin heißt es: Es gibt keine Brennpunkte, die Fälle sind gleichmäßig über die gesamte Stadt verteilt. Dennoch begrüßt Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) genauso wie das Land NRW den Vorschlag, mobile Impfteams in benachteiligte Stadtteile zu schicken. Die Frage, welche das in Hamm wären, beantwortete die Stadtverwaltung hingegen nicht. Und dass solche Einsätze bereits in Kürze gefahren werden, ist unwahrscheinlich. Dafür fehlt es weiterhin an Impfstoff.

Herter drängt darauf, dass Betriebsärzte mit Impfungen in Unternehmen beginnen können und Angehörige einzelner Berufsgruppen, die während ihrer Arbeit mit vielen Menschen Kontakt haben, ins Impfzentrum eingeladen werden dürfen. „Für all diese sinnvollen Initiativen braucht es zunächst vom Land verbindliche Zusagen über zusätzliche Impfstofflieferungen in bedarfsgerechten Größenordnungen. Ansonsten bleiben diese Vorschläge nichts als leere Versprechen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Auch für die Gruppe der Kontaktpersonen von Schwangeren warte die Stadt dringend auf die Freigabe von Impfstoff seitens der dafür zuständigen Landesregierung. Immerhin mit der Impfung von Angehörigen des Einsatzdienstes der Freiwilligen Feuerwehr werde in Kürze begonnen.

Corona in Hamm: Kitas keine Hotspots, sagt die Stadt

47 Kita-Kinder waren am Mittwoch als infiziert registriert - das sind 20 mehr als vor einer Woche. Auch die Zahl der infizierten Mitarbeiter hat sich von eins auf zwei erhöht. Betroffen waren folgende Kitas: Bänklerweg, Don Bosco, Martin Luther, St. Agnes, St. Barbara, St. Stephanus und Sterntaler.

Die Stadt trat dem Eindruck entgegen, dass die Fallzahlen in den Kitas deutlich zugenommen hätten. Von den aktuell infizierten Kindern seien nur acht im infektiösen Zeitraum in der Kita gewesen, teilte die Stadt mit. Man könne deshalb ausschließen, dass es zu großflächigen Infektionen in Kindergärten komme. Einzelne Infektionen innerhalb der Kitas könne man nicht ausschließen, doch dass Kinder und Jugendliche gehäuft Infektionen in ihre Familien trügen, könne man nicht bestätigen.

Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare