Kita St. Josef nur bis 2015 gesichert

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In die Gebäude der Kindertagesstätte St. Josef will das Bistum Münster kein Geld mehr investieren. Das machte Pfarrer Wilhelm Lohle in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Heessen deutlich. J

HEESSEN ▪ Nicht nur die Kirche St. Josef soll abgerissen werden. Auch dass die Zukunft des Kindertagesstätte St. Josef ungewiss ist, wurde in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Heessen ganz deutlich und überraschte viele der Anwesenden.

Pfarrer Wilhelm Lohle teilte mit, dass der Bestand bis 2015 gesichert sei. Das Bistum Münster sei jedoch nicht mehr bereit, in die alten Gebäude zu investieren. Dazu seien die Gebäude zu alt, eine Sanierung lohne sich nicht mehr. Unabhängig von den Planungen rund um den Abriss der Kirche St. Josef und den Neubau eines Altenzentrums an dieser Stelle müssten daher parallel dazu auch Stadt und Bistum über die Kinderbetreuung in St. Josef eine Einigung erzielen, betonte Lohle.

Günter Anhalt (CDU), regte an, den Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das neue Altenzentrum mit dem Bestand der Kita zu verbinden, die solange Bedarf bestehe auch weitergeführt werden solle. Olaf Dersen vom Stadtplanungsamt machte deutlich, dass das Baurecht nicht mit dem Weiterbetrieb einer Kita gekoppelt werden könne.

Lohle betonte, die Gemeinde sei daran interessiert, dass die Planung „aus einem Guss“ sei, wenn auf dem Gelände auch künftig eine Kita betrieben werden solle. Allerdings stellte er die Frage, ob das in kirchlicher Trägerschaft geschehen solle. „Zwei Drittel der Kinder, die die Kita zurzeit besuchen, kommen aus nichtchristlichen Familien. Da stellt sich die Frage, ob ein katholischer Träger den Ansprüchen genügen kann.“. so Lohle. Ein integrativer Ansatz sei sehr wichtig und sehr kostbar, betonte er ausdrücklich. Der werde im Familienzentrum St. Theresia verfolgt und auch in St. Josef getragen. Sein Appell, die Stadt Hamm und das Bistum mögen sich über den Bedarf an Kinderbetreuung und in welcher Form er gedeckt werden könne, schnell einigen, wurde von der Bezirksvertretung mitgetragen.

Dass die Bezirksvertreter auf Dauer einen Bedarf sehen, wurde aus mehreren Wortmeldungen deutlich. Unter anderem wurde darauf verwiesen, dass mit Heessen-West ein Neubaugebiet mit zahlreichen jungen Familien entstehe. Sie müssten mit Kindergartenplätzen versorgt werden. ▪ jim

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