Kita St. Agnes wird für U3-Betreuung ausgebaut

Die Kindertagesstätte St. Agnes wird erweitert. ▪

HAMM-MITTE ▪ Die Verwaltung der Stadt hat jetzt in einer Beschlussvorlage für den Rat Einzelheiten zur geplanten Erweiterung der katholischen Kindertagesstätte St. Agnes vorgestellt. Demnach sollen hier 16 Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden; zehn in einer neuen Krippengruppe (vier Monate bis zwei Jahre), für die ein Anbau nötig ist, und sechs in einer bestehenden Gruppe, die zu einer altersgemischten (zwei bis sechs Jahre) umgebaut werden soll.

An der Gesamtzahl der Kita-Kinder ändert sich mit 80 nichts. Zehn Plätze werden derzeit übergangsweise in einem ehemaligen Gruppenbereich zur Deckung des bestehenden Bedarfs angeboten.

Der Rat entscheidet über die Vorlage bei seiner nächsten Sitzung am 22. Februar, ab 16 Uhr im Kurhaus. Vorab, am 17. Februar (ab 16.15 Uhr, Rathaus), steht das Thema auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Mitte.

Die neue Krippengruppe soll bereits im November dieses Jahres den Betrieb aufnehmen können. Der Anbau soll im bisherigen Eingangsbereich entstehen, so dass von der Außenspielfläche nichts verloren geht. Überdies ist vorgesehen, das Gebäude mit einem ebenerdigen Eingang vom Nordenwall her zu versehen. Zurzeit muss noch eine Treppe hinuntergestiegen werden, was vor allem mit Kinderwagen äußerst beschwerlich ist.

Unter Berufung auf den Architekten geht die Verwaltung davon aus, dass sich die Gesamtkosten für An- und Umbau auf 410 000 Euro belaufen. Dabei wird mit 288 000 Euro Fördermitteln vom Land gerechnet. Weil die Kirchengemeinde als Trägerin der Kita nicht über genug Rücklagen und Eigenmittel verfüge, um die Differenz auszugleichen, schlägt die Verwaltung vor, dass sich auch die Stadt beteiligt und den Trägeranteil von zehn Prozent der förderfähigen Pauschalen übernimmt, also 32 000 Euro. Die Gemeinde müsste dann immer noch 90 000 Euro aufbringen.

Was die Betriebskosten angeht, so erhöhen sie sich durch die neue Krippengruppe rechnerisch um 135 100 Euro pro Jahr. Vom Trägeranteil übernimmt die Stadt den Plänen nach fünf Prozent, so dass sieben Prozent (= 9 400 Euro) bei der Kirchengemeinde verbleiben. Unterm Strich kostet die neue Gruppe die Stadt 60 300 Euro pro Jahr; über die Elternbeiträge kommen 16 200 Euro in den Topf, das Land unterstützt den Betrieb mit 49 400 Euro.

Im Sozialraum Stadtmitte, zu dem die Agnes-Kita gehört, gibt es laut Stadt zurzeit 66 Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige; das entspricht einer Quote von 10,9 Prozent. Angestrebt werden 25 Prozent. Dieses Ziel soll im Kindergartenjahr 2013/14 erreicht sein. Wie berichtet, wurde bereits der Bau einer neuen Kita an der Stiftstraße beschlossen, in der ebenfalls 16 Plätze für jüngere Kinder geschaffen werden sollen. Das DRK als Träger will hier zugleich die Autismusambulanz ansiedeln, die derzeit in ehemaligen Praxisräumen in Bahnhofsnähe untergebracht ist. Weiter U-Drei-Plätze entstehen voraussichtlich im evangelischen Jona-Kindergarten am Erlöserzentrum in Hamm-Süden. ▪ jm

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