Kirmesspaß im Corona-Käfig statt „Herbstsend“

Hammer Schausteller wollen Saison jetzt in Münster retten

Was in Hamm wegen der Corona-Zahlen nicht funktioniert hat, soll in Münster besser klappen.
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Was in Hamm wegen der Corona-Zahlen nicht funktioniert hat, soll in Münster besser klappen.

Was in Hamm nicht möglich war, soll nun in Münster funktionieren: Rund zehn Hammer Schausteller sind in die Westfalenmetropole gefahren und beteiligen sich dort am Kirmesspaß – einem eingezäunten Freizeitpark auf dem Schlossplatz.

Hamm – Weil auch der Herbstsend wegen Corona nicht stattfinden kann, haben die münsteraner Schausteller einen Freizeitpark auf dem Schlossplatz aufgebaut – der ähnlich wie an den Zentralhallen veranstaltet wird. Dieser musste allerdings schon kurz nach der Eröffnung wieder abgesagt werden, weil die Corona-Zahlen in Hamm explodierten.

„Für uns ist das ein Notnagel“, sagt Uwe Röhrig, der Vorsitzende des Hammer Schaustellervereins „Hand in Hand“. Er blickt auf eine miserable Saison zurück. „Hier in Münster können wir ein wenig Schadensbegrenzung betreiben – mehr nicht“, sagt er.

Luftbilder vom Hammer Kirmes-Park an den Zentralhallen

Luftbilder vom Hammer Kirmes-Park an den Zentralhallen

70 statt 210 Schausteller dabei

Auf dem Platz vor dem Schloss in Münster findet dreimal im Jahr der Send statt. Schaustellerbetriebe aus der ganzen Bundesrepublik kommen im Frühling, im Sommer und im Herbst nach Münster, um Nostalgisches und natürlich die neuesten Sensationen an Fahrgeschäften zu präsentieren. Zu jedem Send finden sich etwa 210 Schaustellerbetriebe ein. Die Corona-Pandemie hat auch hier zugeschlagen – nur 70 Schausteller sind bei dem Kirmesspaß in diesem Jahr dabei.

„Die ersten Tage waren nicht schlecht“, resümiert Röhrig. Vielleicht sei der Freizeitpark die letzte Möglichkeit, in diesem Jahr Geld zu verdienen. Röhrig: „Wer weiß, ob 2020 überhaupt Weihnachtsmärkte stattfinden können“.

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