Kioskräuber-Prozess zieht sich hin - Wissenschaftler sollen bei Aufklärung helfen

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Das Strafverfahren um einen bewaffneten Raubüberfall auf einen Kiosk am St.-Georgs-Platz im Hammer Osten wird definitiv nicht vor Mitte Juni zum Abschluss kommen. Jetzt soll ein Gutachten bei der Aufklärung helfen.

Hamm/Dortmund - Verteidiger Karsten Possemeyer stellte jetzt in dem Prozess vor dem Dortmunder Landgericht den Antrag, ein anthropologisches Gutachten einzuholen. Der Sachverständige wird hierfür Körpermaße des Angeklagten mit den Aufnahmen auf einer Überwachungskamera vergleichen. Die Bilder zeigen einen körperlich unauffälligen maskierten Mann im Bereich des Kioskes. Diese kurzen Filmsequenzen lassen aber für Laien nicht den Rückschluss zu, dass der Angeklagte identisch ist mit der gefilmten Person. Hier erhoffen sich die Prozessbeteiligten weitere Informationen von dem jetzt beauftragten Gutachten. Die Fertigstellung der Expertise wird auf jeden Fall bis Mitte Juni dauern.

Der Angeklagte selbst beteuert seine Unschuld. Er sei nicht die Person auf dem Video, habe mit dem angeklagten bewaffneten Raubüberfall nichts zu tun.

Die Staatsanwaltschaft hat den 46-jährigen angeklagt, am 12. Juli 2019 zusammen mit einem Komplizen den Kioskbetreiber überfallen und unter vorgehaltener, jedoch defekter Gaspistole rund 300 Euro erbeutet zu haben.

Durch die massive Gegenwehr des Raubopfers wurde der mutmaßliche Komplize am Kopf dauerhaft so schwer verletzt, dass er in seinem eigenen Prozess keine präzisen Erinnerungen mehr an die Tat und seinen möglicherweise jetzt angeklagten Mittäter hatte.

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