Kiosk-Einbrecher nutzt Haftpause wegen Corona skrupellos aus

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Mit den Aufnahmen einer Überwachungskamera wurden die beiden Einbrecher überführt.

Während einer Haft-Unterbrechung wegen Corona wurde ein 40-jähriger Mann aus Hamm schnell wieder zum Täter.

Hamm – Dass eine Kamera die gemeinschaftliche Tat mit einem 58-Jährigen filmen und sie nur kurze Zeit Freude an ihrer Beute haben würden, hatten die zwei Einbrecher wohl nicht erwartet. Der 40-Jährige wurde jetzt vor dem Hammer Amtsgericht zu einem Jahr und elf Monaten Haft verurteilt. Sein Komplize erschien nicht zu der Verhandlung und wird nun per Haftbefehl gesucht.

Am 27. März gegen 3.20 Uhr hatte das Duo die Glasscheibe der Eingangstür eines Bistros am Westentor zerschlagen und sich so Zutritt ins Geschäftsinnere verschafft. Aus der Kasse stahlen sie 200 Euro Bargeld und aus einer Ablage entwendeten sie Tabakwaren im Gesamtwert von 1915,15 Euro. Im Rahmen einer Fahndung wurden die Männer kurz darauf an der Schillerstraße festgenommen. Der 40-Jährige war geständig.

Erst vier Tage wieder auf freiem Fuß

Bei beiden Angeklagten handelt es sich um „alte Bekannte“ der Polizei. Eigentlich hätte der 40-Jährige zum Zeitpunkt der Tat noch eine sechsmonatige Haftstrafe absitzen müssen, doch bedingt durch Corona war diese per Landeserlass unterbrochen worden. Ganze vier Tage befand sich der Mann damals auf freiem Fuß. Der Einbruch soll zur Finanzierung seiner Drogenabhängigkeit gedient haben. In insgesamt 23 dokumentierten Fällen ist der Mann bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Sein 58-jähriger Komplize kommt auf 35 Eintragungen im Bundeszentralregister und hat mehrere Freiheitsstrafen verbüßt. Seine letzte Bewährung endete einen Monat vor der Tat. Sein Verfahren wurde abgetrennt.

Das Urteil gegen seinen Mittäter ist bereits rechtskräftig.

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