Einbrecher aus der Stadtmitte verurteilt

Kiosk-Beute im Spannbetttuch - Trio auf frischer Tat gestellt

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Durch dieses Loch brachen die drei Männer in den Kiosk ein.

Durch das Loch in der Eingangstür des Kiosks an der Martin-Luther-Straße konnten die drei Einbrecher locker hineinschlüpfen. Nur so leicht hinaus gelangten sie nicht mehr, denn die Polizei stellte das Trio auf frischer Tat.

Hamm – Das war am frühen Morgen des 4. November 2019. Zwei der drei Täter wurden jetzt vor dem Hammer Amtsgericht zu Bewährungsstrafen verurteilt, den dritten hatte es mit zweieinhalb Jahren Haft zuvor schon härter getroffen. Er hat Berufung eingelegt.

Gemeinsam soll das Trio die Tat ausbaldowert und dann vermutlich mit einem Pflasterstein gegen 2.40 Uhr die Scheibe in der Eingangstür eingeschlagen haben. Keine gute Idee, denn das macht Lärm. Der Polizei gelang damals der schnelle Zugriff, weil ein Zeuge durch die berstende Scheibe auf den Einbruch aufmerksam geworden war und umgehend die 110 gewählt hatte.

Die beiden nun Verurteilten – ein 22- und ein 30-Jähriger – traf die Polizei noch im Ladenlokal an. In einem Spannbetttuch eingewickelt lagen dort rund 200 Packungen Zigaretten, ein Apple-iPad und Mobiltelefon zum Abtransport bereit.

Den dritten Täter trifft es härter

Ein bereits am 20. März erstinstanzlich verurteilter 22-jähriger Mann war gerade im Begriff, das Ladenlokal zu verlassen – und mit ihm mindestens 15 Apple-iPhones im Wert von rund 8000 Euro, ungezählte Displays im Wert von rund 1000 Euro, eine Playstation im Wert von rund 200 Euro und rund 1000 Euro Bargeld.

Die beiden ersten Männer wurden jetzt wegen gemeinschaftlichen Diebstahls zu Freiheitsstrafen auf Bewährung von neun beziehungsweise zwölf Monaten Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt. Der 22-Jährige hatte sich bis dato nichts zu Schulden kommen lassen, der 30-Jährige war schon einmal verurteilt worden. Beiden wurden Bewährungshelfer bestellt und Sozialstunden aufgegeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Dritte im Bunde kam in erster Instanz nicht so glimpflich davon: Unter Einbezug anderer Delikte wie Wohnungseinbruch, Ladendiebstahl und Diebstahl mit Waffen verurteilte ihn das Amtsgericht im März zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Das Berufungsverfahren läuft.

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