Bewegtes Engagement: 600 Kilometer mit dem Fahrrad für Hammer Hospiz

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Dr. Claudia Strunk und Ute Wiebringhaus fahren mit dem Rad nach Norddeutschland und sammeln dabei Spenden für das Hospiz. J Foto: Szkudlarek

Hamm - 600 Kilometer durch acht Städte in acht Tagen – mit dem Fahrrad! Dr. Claudia Strunk und Ute Wiebringhaus haben sich am Freitag als Botschafterinnen für die hospizliche Arbeit mit dem Rad auf den Weg von Hamm nach Norddeutschland gemacht.

Ihr Ziel: 6400 Euro Spenden für das Hammer Hospiz sammeln und auf das Thema aufmerksam machen. Sie winken noch einmal zum Abschied und lassen dann das Hammer Hospiz hinter sich. Die erste Etappe: Rund 80 Kilometer über Rheda-Wiedenbrück nach Bielefeld. 

Strunk, Frauenärztin der St.-Barbara-Klinik, hatte im Gegensatz zu ihrer Begleitung viele Wochen und Monate Vorbereitungszeit. Ute Wiebringhaus, die Ehefrau von Dr. Hermann Wiebringhaus, Chefarzt der Gynäkologie an der Barbara-Klinik, entschied sich erst sechs Tage vor Beginn der Tour, diese mitzufahren. „Ich fand die Idee ganz toll und dachte mir, die Claudia kann eine Begleitung bestimmt gut gebrauchen“, so Ute Wiebringhaus. 

Kostenträger hinterlässt große Lücke

Freunde, Förderer und Familie schickten die Botschafterinnen auf die Reise.

Und das kann sie. „Aus einer verrückten Idee wird eine Bewegung“, freut sich Strunk. An vier der acht Tour-Tage werden Strunk und Wiebringhaus von Dr. Elisabeth Ebner, eine befreundete Palliativmedizinerin aus dem Aachener Raum, begleitet. Auf ihrer Tour werden sie verschiedene Hospiz- und Krankenhausstandorte besuchen. 

Strunk hatte die Idee schon vor längerer Zeit. Sie sei motiviert von der Tatsache, dass ein extrem hoher Anteil der Kosten in einem Hospiz durch Spenden finanziert werden müsse. „Ich finde es erschütternd, wie groß die Lücke ist, die der Kostenträger hinterlässt“, so Strunk. Also möchte die Frauenärztin 6400 Euro sammeln – der notwendige Spendenanteil für acht Hausgäste an acht Tagen. 

"Den Tagen mehr Leben geben"

Aber es geht ihr bei der Tour nicht nur um Spenden. „Die Idee entstand aus dem Wunsch, die Hospizarbeit und dessen öffentliche Wahrnehmung zu stärken“, erklärt Strunk. Denn noch immer würden viele die Angebote hospizlicher Arbeit nicht kennen und vor allem scheuen. 

Die lange Strecke von 600 Kilometern scheuen die zwei Frauen keineswegs. Beide sind ambitionierte Radfahrerinnen. Respekt hatte Strunk im Vorfeld lediglich vor dem Wetter. Aber es scheint, als müsse sie sich darüber keine Gedanken machen. 

„Den Tagen mehr Leben geben“ steht auf den T-Shirts, die Strunk und Wiebringhaus bei ihrem Tourstart tragen. Es klingt wie eine 08/15-Redewendung, hat für die Hospizarbeit aber eine große Bedeutung. „Im Hospiz geht es nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den verbleibenden Tagen mehr Leben zu geben“, erklärt Strunk.

Wer Claudia Strunk und Ute Wiebringhaus auf Ihrer Tour unterstützen möchte, kann sich unter folgendem Link über eine mögliche Spende informieren. Verwendungszweck: Radtour Hospiz.

Der Verlauf der Tour wird über die Facebook-Seite des Hammer Hospizes begleitet und dokumentiert.

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