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Antrag beim ersten Date: Gisela Valentin hat eine besondere Kennenlern-Geschichte

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Mit dem Fotoalbum: Gisela Valenti erinnert sich gern an das erste Treffen.

Beim ersten Date geht man es in der Regel ruhig an. Man lernt sich kennen, spricht über Job, Hobbys und die Lieblings-Fußballmannschaft – bei Gisela Valenti war das ein bisschen anders. Sie bekam gleich beim ersten Date den Heiratsantrag.

Hamm - „Ich habe meinen Mann 1967 beim Tanzen in Bockum Hövel kennengelernt. Ich wollte eigentlich mit einer Freundin dorthin, doch sie hat dann abgesagt, also ging ich alleine“, erinnert sie sich. 

Dort angekommen entdeckte sie ihn gleich. „Er saß an der Bar. Er war groß und hatte lange Haare, die er zu einer Tolle frisiert hatte. Er sah so ganz anders aus als die Männer, die bei uns im Hammer Norden herumliefen. Mit ihren kurzen Topfschnitten und den Anzügen. Und er konnte tanzen ... Während ich dort saß und an meiner Cola nippte, habe ich die ganze Zeit gehofft, dass er mich auffordert. Und hatte Angst, dass er es tut, denn ich konnte so gar nicht tanzen“, sagt sie und lacht. 

"Ich war Frischfleisch"

Die 73-Jährige sitzt in einem gelben Sessel in ihrem Wohnzimmer im „Nordstern“, dem neuesten Gebäude der HGB im Hammer Norden. Hier wohnt sie seit zwei Jahren, Tür an Tür mit ihrem Sohn Gordon. Für das Interview hat sie sich herausgeputzt und trägt ein schwarz-blaues Baumwollkostüm. „Das war das erste Teil, dass ich mir nach der Hochzeit gekauft habe.“ 

Frisch verliebt: Gisela und Horst Dieter Valenti an ihrem Polterabend.

Als Mädchen aus dem Hammer Norden fiel die damals 21-Jährige in Bockum Hövel auf. „Ich war Frischfleisch. Und so kam er dann nach einer Weile auch auf mich zu und wir haben getanzt. Ich bin ihm die ganze Zeit auf die Füße getreten. Damals ging so ein Tanz über mehr als ein Lied. Als ich dann endlich wieder auf meinem Platz saß, war ich mir sicher, der fordert mich nie wieder auf.“ 

"Dich würde ich heiraten"

So leerte sie ihre Cola und machte sich auf den Weg zum Auto. „Ich wollte gerade einsteigen, da rief jemand: ,He, warte mal!‘ Er stand auf meiner Beifahrerseite und sagte über das Auto hinweg: ,Weißte was? Dich würde ich heiraten.‘“ Einige Treffen und vier Monate später läuteten die Hochzeitsglocken tatsächlich.

„Ich hatte mir meinen Heiratsantrag schon romantischer vorgestellt, aber mein Mann war kein Romantiker“, sagt Gisela Valenti und blickt in das aufgeschlagene Hochzeitsalbum in ihrem Schoß. „Aber er hat immer gesagt, was er gedacht hat, und das habe ich an ihm geliebt.“ 

Valentinstag in Hamm: Paare erzählen von ihrer Liebe

Die Bilder auf dem Wohnzimmerschrank erzählen einen Teil der gemeinsamen Geschichte. „Dieses Bild ist am Valentinstag entstanden, der gleichzeitig auch sein 66. Geburtstag war. Daraus haben wir uns häufig einen Spaß gemacht, dass er Valenti heißt und am 14. Februar Geburtstag hat“, erzählt sie. Mehr als 40 Jahre waren Gisela und Horst Dieter Valenti verheiratet. „An unserem 43. Hochzeitstag wurde er beerdigt, aber unsere Liebe nicht“, sagt sie.

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