Schienenersatzverkehr arg strapaziert

1 1/2 Stunden Fahrtzeit nach Münster! Bahnanbieter rechtfertigen sich

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Symbolbild

Eine Woche lange musste Bahnfahrer zwischen Hamm und Münster auf Busse ausweichen. Das war mitunter stressig und hat nicht allen gefallen. Die Anbieter sagen: Mehr ging halt nicht.

Hamm/Drensteinfurt - Das Bahnunternehmen National Express (NX) hat die Ausgestaltung des Schienenersatzverkehrs auf der Strecke nach Münster gerechtfertigt. Zwischen Hamm und Drensteinfurt waren die Züge für eine Woche durch Busse ersetzt worden; die Fahrzeit nach Münster hatte sich so von einer halben auf eineinhalb Stunden erhöht. Fahrgäste bemängelten zudem zu wenige Plätze in den Bussen.

Eine NX-Sprecherin betonte, beim Schienenersatzverkehr den Vorgaben des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) gefolgt zu sein. Während der von NX betriebene Regionalexpress 7 Bockum-Hövel und Mersch ohne Halt durchfährt, steuerten alle Ersatzbusse die beiden Stationen auf zeitraubenden Umwegen an. Die Entscheidung habe der NWL getroffen, so die NX-Sprecherin.

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Auch die Taktung der Busse war der Sprecherin zufolge vom NWL vorgegeben. Eine Sprecherin der Eurobahn, die auf der Strecke die Regionalbahn 89 betreibt, hatte am Freitag Kapazitätsprobleme in den Ersatzbussen eingeräumt. Beide Unternehmen hatten im Vorfeld getrennt über die Zugausfälle informiert, vielen Fahrgästen war deshalb zunächst nicht klar, dass auf dem Streckenabschnitt alle Züge ausfallen. Da die Einschränkungen unterschiedliche Linien betreffe, „erfolgte die Fahrgastinformation auch dementsprechend individuell“, so die NX-Sprecherin.

Der NWL war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Seit dem heutigen Montag soll der Zugverkehr wieder regulär laufen.

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