Klare Ansage: Keine weiteren offenen Sonntage in Hamm

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In der Stadt Hamm wird es in diesem Jahr keine zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage geben - obwohl sie möglich wären.

Zusätzliche verkaufsoffene Sonntage in Hamm wird es nach der von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) angekündigten Initiative nicht geben.

Hamm – Das Land Nordrhein-Westfalen will den Kommunen im zweiten Halbjahr vier zusätzliche Öffnungen ohne den sonst erforderlichen besonderen Anlass ermöglichen. Sowohl Stadt und Handel in Hamm wollen stattdessen an den drei 2020 noch geplanten Öffnungen an Sonntagen festhalten.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann hegt Zweifel daran, dass weitere Öffnungen gerichtsfest sind. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bereits angekündigt, gegen zusätzliche Öffnungen klagen zu wollen. „Was ich nicht verstehe ist, dass die Verfassung jetzt mit einer Ausnahmeregelung umgangen werden soll“, sagt Matthias Grabitz, Sprecher des Beirats Einzelhandel in Hamm.

Drei von ursprünglich vier durch den Rat abgesegnete verkaufsoffene Sonntage bleiben in Hamm noch:

  • am 27. September, verbunden mit dem "Genussfest",
  • am 25. Oktober im Rahmen von Hamms Bunter Herbst,
  • am 13. Dezember als Familienweihnacht.

Abgesagt worden wegen der Corona-Auswirkungen war der 29. März in Kombination mit dem Mobilitätstag.

"Einfach nur den Laden aufzuschließen reicht nicht"

„Wenn wir die drei verbleibenden Sonntage durchführen können, ist es gut“, sagte Grabitz gegenüber unserer Zeitung. Einfach nur den Laden aufzuschließen reiche nicht. „Wir müssen den Kunden an diesen Tagen ein Rahmenprogramm und Attraktionen bieten“, so der Sprecher. Er hofft, dass dies an den drei noch offenen Terminen möglich sein wird – vielleicht in abgespeckter Form. Denn zumindest die ersten beiden Daten würden nach jetziger Regelung noch in die Kategorie von Großveranstaltungen fallen, die bis zum 31. Oktober laut Landesverordnung nicht möglich sind.

Zudem habe man mit der bestehenden Regelung in Hamm einen guten Kompromiss mit Kirchen und Gewerkschaften erzielt. Daran gelte es festzuhalten. Eine Einschätzung, die Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann teilt. „Der Schutz des Sonntags gilt ja nach wie vor“, so der OB, „und es gibt eine vernünftige Kompromisslinie.“

Darüber hinaus sei es wenig sinnvoll, jetzt zusätzliche Öffnungen anzukündigen und diese später wegen mangelnder Rechtssicherheit wieder abzusagen. „Es gibt viele Fragen, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden können“, so Hunsteger-Petermann. „Wir versuchen, die drei Sonntage durchzuführen. Und wir hoffen darauf, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann.“

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