Müllvandalismus: Petz-Prämie in Hamm ohne Chance?

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Hamm - In Hamm wird es auch in Zukunft wohl keine finanzielle Prämie für aufmerksame Bürger geben, die Menschen beim Ordnungsamt oder der Polizei anschwärzen, die ihren Müll im Straßengraben oder an öffentlichen Wegen entsorgen.

Das hat der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden entschieden. Ein Antragsteller hatte vorgeschlagen, Menschen zu belohnen, die Müllvandalen auf frischer Tat ertappen und mittels Foto eindeutig dokumentieren können.

„In der Regel achten diese Personen darauf, dass sie niemand bei der illegalen Entsorgung von Müll beobachtet“, heißt es dazu von der Verwaltung. Und weiter: „Wird jemand durch Zeugen bei seiner Tat beobachtet und angezeigt, muss der Zeuge mit Namen und Anschrift bis zu einer eventuellen Gerichtsverhandlung zur Verfügung stehen. Die Erfahrung zeigt, dass hierzu leider viele Bürger nicht bereit sind.“ Deshalb empfahl die Verwaltung dem Ausschuss, den Antrag zurückzuweisen, was die Mitglieder auch taten.

Ein großes Problem dabei sei das Denunziantentum und Verfahren, in denen Menschen – zum Beispiel ungeliebte Nachbarn – zu Unrecht angezeigt würden.

Mit der Entscheidung des Ausschusses bleibt das Problem wilder Müllkippen im Hammer Stadtgebiet ungelöst.

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