Trotz hoher Verluste

8,7 Millionen Euro Dürrehilfen in NRW - 0 Euro für Hamm

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Hamm – Rund 8,7 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln wurden 2019 als Dürrehilfe an Landwirte in NRW ausgezahlt. In Hamm ist davon nichts angekommen.

Der Grund: Keiner der heimischen Landwirte hat nach den erheblichen Ernteausfällen der vergangenen Jahren finanzielle Hilfen beantragt. Das heißt allerdings nicht, dass die Bauern nicht hohe Verluste erlitten haben.

„Die Anträge waren aufwendig zu stellen. Schäden mussten in sämtlichen Kulturen vorliegen, die Erträge um 30 Prozent geringer sein als im Schnitt der Vorjahre“, erklärt Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer. „Dazu gab es eine Bedürftigkeitsprüfung. Wer einen Hofladen betreibt oder zusätzliche Einnahmequellen zum Beispiel über Photovoltaik hat, der fiel heraus.“

Eine Existenzgefährdung habe es trotz der Dürre für keinen Hammer Bauern gegeben, erklärt Rüb. „Viele Landwirte sind heute zum Glück breit aufgestellt.“

Hamm sei ohnehin eine Stadt mit vergleichsweise wenig Landwirtschaft. Die höchsten Entschädigungssummen flossen in die Kreise Kleve (2,1 Millionen Euro), Borken (1,6 Millionen Euro) und Steinfurt (1 Millionen Euro). 457 Anträge wurden insgesamt bewilligt.

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